Die Nippon Connection ist das größte japanische Filmfestival der Welt. Auf dieser Seite findest du die Übersicht zu allen Filmen und Veranstaltungen, die ich 2026 im Rahmen des Festivals besucht habe.
Die Nippon Connection 2026 lief vom 2. bis zum 7. Juni und zeigte 145 Kurz- und Langfilme. Damit ist die Nippon Connection das größte Japanische Filmfestival. Punkt. Nicht etwa außerhalb von Japan.
Das Festival bietet ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm von Videospiel und Rajio Taiso über Sumoringen (Goccahnko war wieder dabei) bis hin zur Teezeremonie und traditionellen Instrumenten wie der Sanshin.
2026 fand die Nippon Connection zum 26. Mal statt. Nachdem letztes Jahr das 25jährige Jubiläum im Mittelpunkt stand, war dieses Jahr das Motto „Shades of Reality – Between Truth and Fiction“. Dieses Motto wurde immer wieder aufgegriffen, sei es in der erweiterten Dokumentation „Numakage Public Pool“, in Geschichten, die ganz langsam die Wahrheit ans Licht bringen, wie „The Last Blossom“ und „Tokyo Taxi“ oder in einem Verwirrspiel wie „All Greens“.
Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, das nächste Festival zu besuchen, kannst du dir den Termin für 2027 vormerken: 8. bis 13. Juni 2027 ist es dann wieder soweit!
Meine Nippon Connection 2026
Das diesjährige Festival war für mich ein kleines bisschen zu schnell vorbei. Bis auf den Feiertag am Donnerstag war es für mich eine volle Arbeitswoche. Ausgerechnet in dieser Woche war auch noch der JPMorgan-Lauf, was für mich bedeutete, dass ich den Festival-Mittwoch zugunsten des Laufs ausfallen lassen musste. Der Zeitplan war also straff, zum Beispiel musste ich am Donnerstag, dem Tag der vielen Filme, von Location zu Location hechten, um nichts zu verpassen.
Doch abgesehen von dem üblichen Dilemma – so viele Filme, so wenig Zeit – war die Nippon Connection 2026 für mich wieder eine gute Möglichkeit auch unter der Woche viel zu erleben und den Alltag links liegen zu lassen. Ich war unterwegs bei Sonne und bei Nieselregen, mal entspannt alleine und dann wieder in sehr netter Begleitung.
So ist es eigentlich jedes Mal. Der erste Film, den ich überhaupt im Rahmen der Nippon Connection gesehen habe, war Prinzessin Mononoke, der lief damals im Pupille-Kino auf dem Frankfurter Campus Bockenheim und war ein kleines Abenteuer, damals wohnte ich noch nicht in Frankfurt und bin extra nochmal in die Stadt gefahren.
Seit 2017 gehe ich regelmäßig auf die Nippon Connection und seit 2024 blogge ich auch darüber. Ich schreibe über die Filme, die ich gesehen habe und versuche auch, die Stimmung auf dem Festivalgelände festzuhalten.















Meine Highlights 2026
Der Versuch, mich auf drei Highlights zu beschränken ist nicht ganz leicht, aber es gibt zumindest bei den Filmen klare Favoriten. Während sich mein Blick auf die Filme oft verändert, während ich darüber schreibe, ist bei den Highlights meist von Anfang an klar, dass sie für mich herausragende Filme sind.
- Auf dem ersten Platz steht KOKUHO, das Drei-Stunden-Epos über eine Kabuki-Dynastie. Dieser Film hat mich von Anfang bis Ende überzeugt und die gesamte Zeit über gefesselt. Insbesondere die Bilder zu Kostüm und Bühnentechnik des Kabuki-Theaters sind faszinierend.
- Knapp dahinter folgt Numakage Public Pool, die wunderschöne Dokumentation über ein Schwimmbad, das schließen muss. Der Film steht dabei nicht alleine, sondern das Gespräch mit Regisseur und Produzentin im Anschluss hat mich sehr berührt: Das Verschwinden von dritten Orten und die Trauer um den Verlust eines Ortes, der eine Stadt geprägt hat.
- Nachdem ich die letzten zwei Jahre immer etwas unglücklich mit den Eröffnungsfilmen war, ist der diesjährige Eröffnungsfilm FUJIKO glatt das dritte Highlight des Festivals und auch Gewinner des Publikumspreises Nippon Cinema Award. Selbstverständlich gab es auch von mir fünf Sterne.
Zwei Mini-Highlights gab es für mich außerdem. Zum einen kann ich nicht den supersüßen Film ChaO unerwähnt lassen, der war für mich optisch und auch vom Timing her einfach megagut. Dann wäre da noch die extrem entspannte Atmosphäre beim Konzert von Midori HIRANO im Internationalen Theater Frankfurt.
Und hier findest du alle Artikel zur Nippon Connection 2026 in der Übersicht – hier und da kommt noch ein Artikel dazu. Beim Bloggen hab ich es nicht eilig 🙂
Festivaltag 1, 2. Juni 2026
Die Eröffnungsfeier zur 26. Nippon Connection hat dieses Jahr auch den Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef in Erinnerungen schwelgen lassen. Höhepunkte waren die musikalische Darbietung auf der Sanshin und der Zusammenschnitt aller gezeigten Filme – das war eine Premiere!
Shades of Reality – Nippon Connection 2026
Film des Tages
Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie wurde der Film FUJIKO gezeigt, der später auch den Nippon Cinema Award 2026 gewonnen hat. Der Film zeigt die 70er Jahre in Japan und die Kraft der Rockmusik.
Eröffnungsfilm FUJIKO
Festivaltag 2, 3. Juni 2026
Den Festival-Mittwoch musste ich zugunsten des JP-Morgan-Laufs ausfallen lassen. Also anstelle einer Filmbesprechnung verlinke ich hier mein großes Loblied auf das Festival – für mich die ultimative Kino-Gönnung.
Acht Filme in sechs Tagen? Gönn ich mir!
Festivaltag 3, 4. Juni 2026
Der dritte Festivaltag war für mich der Tag der vielen Filme. Gleich zwei drei für Katja Astrid? Ja, gleich drei Filme hintereinander weg. Eventuell schreibe ich noch ein Stück über den „Tag der vielen Filme“ aber hier erstmal die Rezensionen.
Filme des Tages
Der Tag startete mit einem zurückgenommenen Animationsfilm. Es geht um den Yakuza-Fußsoldaten Akutsu (ich liebe Yakuza-Filme!), der seine letzten Lebenstage im Gefängnis verbringt und hofft, dass sich das Blatt noch wendet.
The Last Blossom
Vom Mousonturm aus ging es dann für mich direkt weiter in die Innenstadt und das Cinema-Kino am Roßmarkt, um dieses wundervoll gestaltete Liebes-Märchen anzuschauen. Es geht um nichts Geringeres als die Harmonie zwischen Land und Meer.
ChaO
Gegen Abend war ich dann wieder im Mousonturm-Kino, um diese Liebeskomödie anzuschauen. Für mich hat sich der Charme dieser Zeitreise-Story erst mit etwas Pufferzeit erschlossen:
FIRST KISS
Festivaltag 4, 5. Juni 2026
Am Festvalfreitag war ich ganz entspannt im Konzert von Midori HIRANO und weil es der 5. des Monats war, wurde aus dem Text gleich das #WMDEDGT
Performance von Midori HIRANO im Internationalen Theater
Festivaltag 5, 6. Juni 2026
Der Samstag war für mich der Tag mit den besten Filmen und den interessantesten Kinos, daher habe ich ein Stück über schrabbelige Lichtspielhäuser geschrieben, zu denen unter anderem das Eldorado und das Mal Sehn Kino gehören:
Die Lichtspielhäuser der Nippon Connection
Film des Tages
Mein Highlight-Film des gesamten Festivals war ein Epos über eine Kabuki-Dynastie. Der Film erzählt in drei Stunden 50 Jahre Kabuki-Leidenschaft und das in perfekten Bildern, dir richtig Lust machen, in eine echte Kabuki-Vorstellung zu gehen.
KOKUHO
Nach dem Film hatten wir nur Zeit für einen kleinen Snack im Kult-Imbiss „Burger am Turm“, dann ging es schnellen Schrittes weiter ins Nordend, um die liebevoll gestaltete Dokumentation über die letzten Wochen des Numakage-Freibads anzuschauen. Gehört auch zur Kategorie „historisch Baden“.
Numakage Public Pool
Festivaltag 6, 7. Juni 2026
Manchmal werde ich bereits wehmütig, obwohl noch gar nicht alles vorbei ist – die letzte Ferienwoche, der Moment, wenn auf der Party die meisten Gäste schon weg sind und eben auch der letzte Tag des Festivals. Gesehen habe ich am Freitag einen Newcomer-Film und einen recht klassisch ausgearbeiteten Spielfilm mit sehr bekannter Besetzung.
Filme des Tages
All Greens wurde als Coming of Age Film angekündigt und die Handlung taugt durchaus für schönes Popcorn-Kino, wenn da nicht diese Düsternis wäre … Rezension folgt noch.
All Greens
Den Abschlussfilm habe ich außerhalb des offiziellen Rahmens mit Preisverleihung im Eldorado-Kino gesehen. Ein schöner, glatter und klassischer Film mit tollen Hauptdarstellern bildeten den sanften Abschluss der Nippon Connection 2026.
TOKYO TAXI
Immernoch nicht genug gelesen? Gar kein Problem, hier kannst du meine Übersicht zur Nippon Connection 2025 und zum Festival von 2024 anschauen.

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