ALL GREENS

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Coming of Age Drama, das erzählt wie die drei Outsiderinnen Hidemi, Mako und Milk die Gewächshaus-AG ihrer Schule wiederbeleben … doch was sie da anbauen, ist nicht legal. Gesehen auf der Nippon Connection 2026.

All Greens begleitet drei Schülerinnen einer Kleinstadt-Highschool. Hidemi, Mako und Milk sind Außenseiterinnen, die es nicht erwarten können, die enge Kleinstadt und die schwierigen Familienverhältnisse zu verlassen.

Mako möchte Mangaka werden, doch ihre Familie hat einen landwirtschaftlichen Betrieb. Milk leidet unter der psychischen Erkrankung ihrer Mutter und rettet sich in die Welt des Kinos. Hidemi treibt sich seit dem Tod ihrer Mutter nachts alleine in der Stadt rum, und träumt davon, als Rapperin entdeckt zu werden. Dabei gerät sie in große Schwierigkeiten.

Gewächshaus mit Sofa

Die drei Schülerinnen sind eher Einzelgänger. Doch als Hidemi an eine große Menge Hanfsamen gerät, werden sie zur Schicksalsgemeinschaft. Gemeinsam gründen sie den „All Greens“-Freizeitklub an der Schule und richten sich das heruntergekommene Gewächshaus auf dem Schulgelände ein mit einer Sperrmüllcouch und einem Fernseher.

Dank des Gartenwissens von Mako und dem Geschäftssinn von Milk, entwickelt sich bald ein kleines Gras-Imperium. Natürlich gibt es auch ein paar Jungs, die sich als Dealer rekrutieren lassen. Das Geld fließt und der Traum, die Kleinstadthölle zu verlassen, rückt in greifbare Nähe. Doch natürlich lassen die nächsten großen Probleme nicht auf sich warten.

Gute Erzählung – außer Balance

Der Film wirkt auf mich zeitweilig wie eine düstere japanische Version der fabelhaften Welt der Amélie. Ich kann aber nicht wirklich sagen, woran das liegt – ist es die Farbigkeit? Die kleinen surrealen Elemente?

Die Rahmenhandlung des Films verspricht Tempo und Spannung, doch fehlt die Balance zwischen den verschiedenen Handlungssträngen, daraus entstehen Längen. Ähnlich ist es bei den Figuren im Film: Einige wahren ihr Geheimnis, andere bleiben blass, obwohl ihr Hintergrund aufwändig erzählt wird.

Positiv hervorzuheben sind die drei Hauptdarstellerinnen, ihre künstlerische Leistung ist außergewöhnlich frisch, witzig und prägt den gesamten Film (im Trailer wird das bereits deutlich).

ALL GREENS ist der zweite Spielfilm von Regisseur Takashi KOYAMA und ich bin gespannt auf seine Weiterentwicklung und seine nächsten Filmprojekte.


ALL GREENS, Takashi KOYAMA, 119 Minuten, Japan 2025. Gesehen als Deutschlandpremiere im Rahmen der Nippon Connection 2026.


Mehr erfahren zur Nippon Connection 2026? Dann kommst du hier zur Übersichtsseite.

Oder du schaust dir an, welchen Film ich noch am Festivalsonntag gesehen habe – TOKYO TAXI.


Kommentare

3 Kommentare zu „ALL GREENS“

  1. Spricht mich sehr an – kommt auf die Watchlist!

    1. Astrid Schewe

      Leider schaffen es die Filme auf dem Festival selten in den Filmverleih oder ins Streaming. Vielleicht kommst du einfach zur Nippon Connection 2027? Liebe Grüße!

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