Was ich im Mai gelernt habe

Ein Schild in der Stadt. Beschriftung - sehr ordentliche Handschrift - Bitte lassen sie die Blumen (Malven) stehen! Sie werden bald blühen.

… erfährst du hier. Ich schreibe jeden Tag (ungefähr) auf, was ich gelernt habe.

Hier, was ich im Mai gelernt habe:

  1. Dass der Titel des Buchs von Leonie Schöler „Beklaute Frauen“ ganz schön euphemistisch ist. Ein super-spannendes Buch, aber boah, bin ich sauer beim Hören.
  2. Dass Kronberg und Königstein für ihre Edelkastanien-Haine bekannt waren und das Kastaneum diese Geschichte nachzeichnet.
  3. Beim Wellnessnachmittag gelernt: Beim Sauna-Aufguss keine Eiskugeln mitnehmen, soll ja heiß werden in der Sauna. Außerdem nach dem Aufguss nicht klatschen (lieber nicht nachlesen: ist unhygienisch, mehr musst du nicht wissen), stattdessen darf auf Holz geklopft werden. Latschenkiefer – Mandarine – Gewürznelke ist auch im Mai eine schöne Geruchskombination. Wer am lautesten eine Zugabe fordert, ist am schnellsten verschwunden, sobald der Aufgussmeister außer Sicht ist. Saunahüte aus Filz sieht man immer öfter und sie sehen immer doof aus.
  4. Im Butoh: Gute Übungen zur Stärkung der „menschlichen Sollbruchstelle“ Knie.
  5. Es ist Woche der Meinungsfreiheit und dazu gibt‘s Programm. Thema 2026 „Was ist wahr?“.
  6. Dass mein Blog gestern Abend nicht erreichbar war, lag an einer Störung der Firma, die den DNS-Service für alle .de-Adressen anbietet. Die sitzt sogar hier in Frankfurt, schreibt die Hessenschau.
  7. Dass ich mir Hoffnung gemacht hatte, merke ich manchmal erst dann, wenn sie enttäuscht wird.
  8. Am leichtesten ist Offline-Sein immernoch beim Joggen.
  9. Im Weltladen gibt es Knastkekse, die von einem Sozialprojekt mit italienischen Häftlingen hergestellt werden.
  10. Knastkekse kommen zum Muttertag sehr gut an. Beim Elternbesuch sind wir gemeinsam in ein Rabbit Hole gefallen: Begonnen damit, dass Barbie dem Lilli-Comic aus der Bild-Zeitung nachempfunden wurde. Schließlich landeten wir beim Tausendsassa Eudard Rhein, der einerseits das Füllschriftverfahren für Schallplatten entwickelte, überhaupt den Rundfunk revolutionierte und andererseits die Hörzu zum Millionenblatt entwickelte und den Mecki-Hype befeuerte. Er erfand außerdem den Begriff Schleichwerbung, schrieb einige Romane (eventuell ließ er auch in einer Schreibwerkstatt schreiben), überwarf sich mit Axel Springer und lebte zuletzt als Millionär an der Außenalster und in Cap Ferrat und Cannes an der Cote d’Azur.
  11. Dass im Ostpark mindestens eine Schildkröte wohnt und dass sie mich beim Joggen beobachtet.
Schildkröte im frankfurter Ostpark
  1. Frisch gebackene Rentner:innen sehen nach nur wenigen Wochen schon entspannt, braungebrannt und fit aus.
  2. Pariser Kranz (Paris Brest) ist leckerer als Frankfurter Kranz.
  3. Durch eine Arte-Doku alles über Brian Jones und die Rolling Stones in unglaublich vielen Bewegtbildern, sogar aus seiner Kindheit. Doch die Doku lässt mich ratlos zurück, weil einfach alles, alles seinen Platz in der Dokumentation findet, doch sich kein Bild daraus ergibt. Für mich hätten es einfach mehr Infos über sein musikalisches Schaffen sein dürfen. Brian Jones spielte: Slide-Gitarre, Munharmonika, Blockflöte, Sitar, Harfe, Marimbafon, Dulcimer, Cembalo, Kazoo, Banjo, Orgel, Saxofon, Posaune, Klarinette, Piano und Mellotron und ertrank 1969 in einem Pool.
  4. Mein Lieblingsimbiss in Frankfurt ist immernoch Burger am Turm. Perfekter Start für einen nieseligen Shopping-Nachmittag.
  5. Sag den Leuten, wenn sie die falschen Geschenke bringen und sei die Person, die Wanderpokal-Geschenke direkt entsorgt, bevor es in weit entfernter Zukunft jemand bei der Auflösung deiner Wohnung tun muss. Außerdem: Rotwein – und insbesondere die Korken – halten nicht ewig.
  6. Mit dem richtigen Buch fällt Konzentration ganz leicht. Das Hummelhirn von Judith Holofernes will man gar nicht aus der Hand legen.
  7. Wenn Assistenzen im Online-Meeting berichten, wie viele unterschiedliche Tools im Unternehmen genutzt werden und dass es deswegen an Übersicht und Abstimmung fehlt, nickt der gesamte Meeting-Bildschirm einhellig.

Was ist das hier genau? Ich bin nicht die einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren.

Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!


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