Entspannung – Anspannung – Entspannung #WMDEDGT

Dass heute schon wieder der Fünfte ist, habe ich erst am späten Vormittag gemerkt. Na, ein Glück, dass ich bis dahin schon Berichtenswertes erlebt habe. Am 5. ruft Frau Brüllen auf zum kollektiven Tagebuchbloggen, da kann ich natürlich nicht Nein sagen.

Es ist endlich nicht mehr heiß. Das ist das Mantra der letzten Woche. Ich schlafe zwar mit offenen Fenstern und laufe zuhause nur in Shirt und Pyjamashorts rum, aber es ist so viel besser, als die Woche davor.

Also vorletzte Woche lähmende Hitze, vollgeschwitztes Kopfkissen, kaum Schlaf. letzte Woche im Job jeden Tag Programm, kaum Schlaf. Von gestern auf heute besser geschlafen, aber noch nicht gut und lang genug.

Auf zum Fit-For-Day Yoga

Ich war wach um 8:00 Uhr und bin dann auch zügig aufgestanden. Denn Ich wollte zum Guten-Morgen-Yogakurs im Sportcenter. Der Kurs beginnt nicht, wie ich mir am Vortag zusammenfabuliert habe, um 10:00 Uhr, sondern gleich um 9:00 Uhr. Also Kaffeetrinken, in die Sportsachen schlüpfen, Tasche packen, Zähne putzen und ab aufs Rad.

Der Kursraum bietet einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und ist angenehm klimatisiert. Ich bekomme einen guten Platz in Reihe drei oder vier mit guter Sicht zur Trainerin. So gut kenne ich mich im Yoga nämlich nicht aus, dass ich ohne Hinschauen mitmachen kann. Immer wieder gibt es Ansagen, die man nur richtig versteht, wenn man Insider ist. Dann wird zum Beispiel von „bringe deinen Fuß nun an den äußeren Mattenrand“ gesagt, ohne zu spezifieren, welcher Fuß gemeint ist (ich habe zwei und oft keine Ahnung, ob es eine klare Logik gibt, die einen der beiden ausschließt).

Solche Verwechslungen sind heute allerdings nicht der Fall, denn die Yogalehrerin dieses Kurses ist total super und macht alles vorbildlich. Sie sagt nicht nur an, sondern gibt dem ganzen Kurs ein Ziel: Heute, Öffnung des „Herzraums“, Übungen für Brustbein, Schultern und Nacken. Kräftigung für den unteren Rücken. Außerdem übersetzt sie alles nochmal ganz unaufgeregt auf Englisch, weil heute zwei Kursteilnehmerinnen dabei sind, die nur wenig Deutsch verstehen.

Auch schön: Wir machen Atemübungen mit verschlossenen Ohren, die sind meine Schwachstelle und diese Extra-Aufmerksamkeit fühlt sich sehr gut an. Ich stelle später noch fest, dass sich meine Flanken schlecht dehnen lassen, ich meine, da war ich schonmal geschmeidiger.

Frühstück, Dusche, früher Mittagsschlaf

Nach dem Kurs treffe ich zufällig einen Kollegen im Foyer des Sportzentrums und vergesse vor lauter Schwätzchen halten, dass mir mein Fahrradhelm nur wenig nützt, wenn ich ihm beim Radeln im Rucksack belasse. Aber immerhin beim Bäcker fällt es mir auf. Ich besorge Schoko-Vanille-Plunder und Bauernbaguette für das späte Frühstück mit K. Rest der Heimstrecke durch den Nieselregen und zwar mit Helm.

Zuhause angekommen hüpfe ich unter die Dusche, mach mein Bewegungs-Häkchen in meiner To-Want-Liste und teile mir zwei Kaffee mit K. Heute recherchiert K. aus Jux Luxusimmobilien in Königstein. Das Passende ist noch nicht dabei.

Der Yoga-Kurs war schon auch anstrengend und ich beschließe, mich nach dem Frühstück nochmal hinzulegen. Heute gibt es – außer einer Sache – nichts zu tun, also versuche ich, noch etwas Schlaf der letzten zwei Wochen nachzuholen. Dank Entspannung funktioniert das auf Anhieb. Ich penne von 12 bis 13 Uhr, unterhalten mich mit K. und nähere mich langsam dem echten To-Do für heute. Aber erstmal: Wassermelone als Mittagssnack.

Schreib-Widerstand überwinden

Man (auch ich selbst) könnte meinen, dass ich keine Probleme habe, einfach drauflos zu schreiben. Hier in meinem Blog-Refugium finde ich immer ein Thema und auch die angemessene Form um interessante Beiträge zu verfassen. Sobald das Schreiben sich aber nicht auf das Blog bezieht, schaut alles ganz anders aus.

Ich habe zwei Themen für ein Fachblatt gepitcht und eines davon wurde angenommen. Es gab für den Text eine Deadline, die war schon vor der schlimmen Hitze und vor der wilden Woche bekannt. Ich hatte letztes Wochenende mal dran gedacht und ich habe sie dann wieder vergessen. Ich vergesse nie etwas. Nunja. Morgen ist Abgabetermin und ich hatte noch nichts geschrieben.

Also Augen zu und durch. Better done than perfect. Erstmal alles runterschreiben und tatsächlich hat es geholfen, eines meiner Safety-Themen auszuwählen. Es gibt dann doch eine Menge zum Thema zu sagen und die richtige Ansprache (leider nicht albern, was meine Stärke wäre, sondern ziemlich seriös und schnörkellos) habe ich auch gefunden. Übrigens alles ganz bewußt ohne KI – warum sollte ich mir den spaßigen Teil der Aufgabe wegnehmen lassen?

Rechtzeitig abgeschickt und nun heißt es abwarten aufs Feedback. Halbe Stunde nach Abgabe ist mir eingefallen, dass da etwas wichtiges im Text fehlt. Ich warte jetzt aber erstmal ab, wie die Rückmeldung aussieht, es gibt noch eine Schlussredaktion und damit die Möglichkeit, noch etwas zu ergänzen. Wünscht mir Glück!

Pasta al Limone und Käseteller

Nun bereite ich noch das gemeinsame Abendessen zu. Es gibt Reste-Gemüse (eine etwas traurige Fenchelknolle und eine halbe Zucchini) und dazu Pasta mit Zitronenbutter und Parmesan. Ich bin froh, mich diesmal für Fusilli als Pasta-Option entschieden zu haben, die Soße hält wirklich so viel besser.

Wir trinken einen letzten Schluck Crèmant d‘ Alsace und K. stellt eine französiche Käseplatte zusammen.

Jetzt noch ein Moment auf dem Balkon mit entspanntem Blick auf die „Riviera“. So haben meine Eltern den Blick auf den großen, komplett sandigen Kinderspielplatz in meiner Straße getauft. Es ist auch jetzt noch eine Menge los da draußen. Sommer halt.


Bevor ich den Abend in Ruhe ausklingen lasse, verlinke ich diesen Text noch bei Frau Brüllen und schau mich etwas bei den anderen #WMDEDGTlerInnen um. Was heute wohl sonst so los war?


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