… erfährst du hier. Ich schreibe jeden Tag (ungefähr) auf, was ich gelernt habe – manchmal theoretisch, manchmal mental, manchmal sehr praktisch 🙂 Im August habe ich im Sport geatmet, in Frankreich ausgespannt und jeden Tag etwas gelernt.
- Nach einem wunderschönen Tag im Elsass nochmal über die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof nachgelesen, an der wir vorbeigefahren waren. Gelernt: Hier wurden politische Gefangene zur Zwangsarbeit gezwungen und ermordet und es wurden rassistische Menschenversuche gemacht. Es war außerdem eines der mörderischsten Konzentrationslager. Alles an einem Ort, der vielleicht zehn Jahre zuvor noch ein hübsches Skigebiet gewesen war (Hotel Struthof).
- Das klassische französische Sommergetränk ist Wasser mit Pfefferminzsirup „Menthe à l‘eau“. Mischt man den Sirup mit weißer Limo, heißt das Getränk „Diabolo menthe“. Die smaragdgrüne Farbe des Sirups entsteht durch einen Haufen künstlicher Farbstoffe. Wer auf Farbstoff verzichten möchte, aber dennoch ein traditionelles Getränk auf der Promenade bestellen möchte, nimmt stattdessen Citron Pressé und bekommt ein Glas mit Zitronensaft, Eis und einem Rührstäbchen sowie Wasser und einen Zuckerstreuer extra, um sich eine Zitronenlimonade nach eigenem Geschmack zu mixen.
- Ein „lot de baguette“ sind vier Baguettes zum Preis von drei (nicht zu verwechseln mit „quatre baguettes pour le prix de deux“). Solche Angebote gibt es bei praktisch jeder Bäckerei im Moment ein Baguette für 1,10 Euro, vier Stück für 3,30 Euro. Wir haben sie im „Drive In“ gekauft. Da in Frankreich die großen Supermärkte auf der grünen Wiese stehen, ist alles sehr autofreundlich. Entweder den Einkauf online bestellen und als Kofferraumserivce abholen oder eben Drive-In / Drive-Through. Auf dem platten Land gibt es selbstverständlich Baguette-Automaten. Am Automat gibt es kein Lot zu kaufen, Stückpreis liegt glatt bei 1 Baguette für 1 Euro. Noch ein Baguette-Nachtrag: Beim Bäcker kannst du das Baguette unterschiedlich durchgebacken auswählen. Traditionalisten bestellen „très bien cuit“, aber fürs übermorgen Aufbacken ist „demi-cuit“ die richtige Wahl.
- Was es mit diesem Wickelfisch auf sich hat, den Frau Brüllen immer mal wieder bei ihren Rhein-Badeerlebnisse erwähnt.
- Dass bei IKEA jetzt schon Halloween ist … vielleicht auch der Trend aus 2025, Summerween, was das ist, beschreibt die Gala und wie sich das anfühlt, schreibt Sari auf dem Heldenhaushalt-Blog.

- Dass rechtsextreme Akteurinnen ihre Rolle in Organisationen absichtlich verharmlosen. Sie nutzen aus, dass Frauen gesellschaftlich als „ungefährlich“ gelten und außerdem als „unpolitisch“ wahrgenommen werden. Frauen in der extremen Rechten verbinden allerdings sehr erfolgreich „[…] scheinbar unpolitische Alltagsinhalte – etwa Familienleben, Lifestyle oder Kindererziehung – mit subtilen nationalistischen oder rassistischen Botschaften […].
- Beim Poweryoga in meinem Atemrhythmus zu bleiben scheitert schon allein daran, dass ich zu angestrengt bin, mir die nächsten drei bis sieben Schritte passend zur Atmung zu merken. Also einfach irgendwie atmen, irgendwie den Ansagen folgen und bloß nicht das Gleichgewicht verlieren.
- Das englische Wort fancy hat viele Bedeutungen unter anderem ausgefallen, einfallsreich, schick, extravagant, Fantasie, Laune und Geschmack. Beim „Fancy Women Bike Ride“ geht es darum, Frauen zum Radfahren zu ermutigen. Bei der Demo in Frankfurt sind deswegen über 200 Radlerinnen hübsch zurechtgemacht (auch die Räder) und gut gelaunt durch die Stadt gecruist. Außerdem gelernt: Wie man bei einer Fahrraddemo mitfährt.
- Roy Hammer und die Pralinés haben das Publikum voll im Griff. Gesehen auf der Bernemer Kerb. Kerweliesbeth hin oder her, jetzt wohne ich halt hier und hab alles über die Kerb gelesen. Auf dem Umzug wurden die Pferdekutschen abgeschafft und aus dem Baum wird nach der Kerb Spielplatzholz gemacht.
- Urlaub ist schon viel besser als Arbeiten.
- Die Tatsache, dass junge Leute Hals über Kopf nach Australien auswandern, hinterlässt mich mit der Gewissheit, nicht mehr ganz so jung zu sein, wie gestern, äh damals.
- Wann mein voraussichtlicher Renteneintritt sein wird. Bin doch noch nicht besonders alt, wenn ich es so betrachte.
- Dass es sich auch nach Abnahme des zweiten Texts für das schicke Fachblatt noch nicht ganz so anfühlt, als sei ich Autorin. Bin ich aber wohl?
- „Ich liebe mein neues Memory-Schaum-Seitenschläferkissen.“ Ein Satz, von dem ich früher nicht gedacht hätte, dass er mir je über die Lippen kommt. Scheint sogar etwas gegen das Knirschen zu tun.
- Mit K. Ist alles schöner. Sogar meine Bibliothek.
- Wie man sich ein Mastodon-Konto einrichtet, um endlich bei der Abendrunde von Frau Brummack dabei zu sein. Mein Handle ist @kaffeekochenwargestern@mastodon.social
Außerdem Wissenswertes über Bruchsal: Es gibt einen Ententeich im Schloßpark und ein Schloß und ein Belvedere und den Amalienbrunnen. Außerdem kann man in Bruchsal sehr anregende Gespräche über das Berufsbild Assistenz und das Bloggen führen.

- Dass es einen Sport gibt, der eine Kreuzung aus Squash und Pickelball ist: Padel.
- Dass ich mein Frühstücks-Regime überdenken sollte, angesichts des extremen Nachmittagstiefs im Büro.
- An Präsenzmeetings online teilzunehmen ist nicht ideal, dafür aber ziemlich gemütlich.
- Es ist nunmal die Funktionsweise von Schwimmbrillen, dass sie sich am Gesicht festsaugen. Ich mag dieses Gefühl gar nicht, aber denke, für den Kraulkurs ist es besser, eine zu haben.
- Sofort wieder gemerkt: Gruppen-Sportkurse sind für mich das effektivste Workout. Kurz- oder Langhanteltraining zu wummeriger Ohrwurmmusik bringt eine Intensität, die ich allein im Fitti einfach nicht aufbringe. Trotz Mini-Hanteln direkt nach dem Training alles gespürt.
- Ich vermisse das Waldhaus.
- Dass Muskelkater immer einen Tag Anlauf braucht, um voll durchzustarten.
- Muskelkater bleibt auch gerne mal einen Tag länger.
- Dass Copilot mich munter beim Datenabgleich meiner Tabelle „unterstützt“ indem es auf genau diesen zu prüfenden Datensatz zugreift. Darauf angesprochen gibt die KI das auch direkt zu und schlägt vor, dass es wohl zielführender ist, die Vergleichszahlen aus anderen Quellen zu ziehen. Ach was.
- Dass Eltville eine sehr hübsche Rheinpromenade hat.
- Wie viel Spaß eine Büro-Schrott-Tombola macht!
- In der Blognacht nochmal die Definition von Investment nachgelesen – aha!
- In der Butoh-Workshop-Pause gelernt: Dass Esel und Maultiere wirklich immer eine Brücke (=ESELSBRÜCKE!) brauchen, auch wenn sie nur ein kleines Rinnsal überqueren sollen.
- Wie man krummes Holz wieder gerade bekommt (auf YouTube)und dass das in der Praxis sogar funktioniert.
- Im Kraulschwimmkurs gemerkt, was ich für einen großen Fortschritt im freundlichen Self-Talk gemacht habe. Die Übungen sind herausfordernd und machen Spaß. Ein paar Mal hat das mit dem Atmen und den Armen im Zusammenspiel funktioniert. Nicht schlecht für die zweite Stunde!
Währenddessen haben meine Nachbarinnen im Sich-Selbst-Heruntermachen überboten. Fast hätte ich was gesagt, aber es war eher eine Form von Smalltalk, I guess?
Was ist das hier genau? Ich bin nicht die Einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren. Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!

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