Was ich im August gelernt habe

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… erfährst du hier. Ich schreibe jeden Tag (ungefähr) auf, was ich gelernt habe – manchmal theoretisch, manchmal mental, manchmal sehr praktisch 🙂

  1. Nach einem wunderschönen Tag im Elsass nochmal über die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof nachgelesen, an der wir vorbeigefahren waren. Gelernt: Hier wurden politische Gefangene zur Zwangsarbeit gezwungen und ermordet und es wurden rassistische Menschenversuche gemacht. Es war außerdem eines der mörderischsten Konzentrationslager. Alles an einem Ort, der vielleicht zehn Jahre zuvor noch ein hübsches Skigebiet gewesen war (Hotel Struthof).
  2. Das klassische französische Sommergetränk ist Wasser mit Pfefferminzsirup „Menthe à l‘eau“. Mischt man den Sirup mit weißer Limo, heißt das Getränk „Diabolo menthe“. Die smaragdgrüne Farbe des Sirups entsteht durch einen Haufen künstlicher Farbstoffe. Wer auf Farbstoff verzichten möchte, aber dennoch ein traditionelles Getränk auf der Promenade bestellen möchte, nimmt stattdessen Citron Pressé und bekommt ein Glas mit Zitronensaft, Eis und einem Rührstäbchen sowie Wasser und einen Zuckerstreuer extra, um sich eine Zitronenlimonade nach eigenem Geschmack zu mixen.
  3. Ein „lot de baguette“ sind vier Baguettes zum Preis von drei (nicht zu verwechseln mit „quatre baguettes pour le prix de deux“). Solche Angebote gibt es bei praktisch jeder Bäckerei im Moment ein Baguette für 1,10 Euro, vier Stück für 3,30 Euro. Wir haben sie im „Drive In“ gekauft. Da in Frankreich die großen Supermärkte auf der grünen Wiese stehen, ist alles sehr autofreundlich. Entweder den Einkauf online bestellen und als Kofferraumserivce abholen oder eben Drive-In / Drive-Through. Auf dem platten Land gibt es selbstverständlich Baguette-Automaten. Am Automat gibt es kein Lot zu kaufen, Stückpreis liegt glatt bei 1 Baguette für 1 Euro. Noch ein Baguette-Nachtrag: Beim Bäcker kannst du das Baguette unterschiedlich durchgebacken auswählen. Traditionalisten bestellen „très bien cuit“, aber fürs übermorgen Aufbacken ist „demi-cuit“ die richtige Wahl.
  4. Was es mit diesem Wickelfisch auf sich hat, den Frau Brüllen immer mal wieder bei ihren Rhein-Badeerlebnisse erwähnt.
  5. Dass bei IKEA jetzt schon Halloween ist … vielleicht auch der Trend aus 2025, Summerween, was das ist, beschreibt die Gala und wie sich das anfühlt, schreibt Sari auf dem Heldenhaushalt-Blog.
  1. Dass rechtsextreme Akteurinnen ihre Rolle in Organisationen absichtlich verharmlosen. Sie nutzen aus, dass Frauen gesellschaftlich als „ungefährlich“ gelten und außerdem als „unpolitisch“ wahrgenommen werden. Frauen in der extremen Rechten verbinden allerdings sehr erfolgreich „[…] scheinbar unpolitische Alltagsinhalte – etwa Familienleben, Lifestyle oder Kindererziehung – mit subtilen nationalistischen oder rassistischen Botschaften […].
  2. Beim Poweryoga in meinem Atemrhythmus zu bleiben scheitert schon allein daran, dass ich zu angestrengt bin, mir die nächsten drei bis sieben Schritte passend zur Atmung zu merken. Also einfach irgendwie atmen, irgendwie den Ansagen folgen und bloß nicht das Gleichgewicht verlieren.
  3. Das englische Wort fancy hat viele Bedeutungen unter anderem ausgefallen, einfallsreich, schick, extravagant, Fantasie, Laune und Geschmack. Beim „Fancy Women Bike Ride“ geht es darum, Frauen zum Radfahren zu ermutigen. Bei der Demo in Frankfurt sind deswegen über 200 Radlerinnen hübsch zurechtgemacht (auch die Räder) und gut gelaunt durch die Stadt gecruist. Außerdem gelernt: Wie man bei einer Fahrraddemo mitfährt.
  4. Roy Hammer und die Pralinés haben das Publikum voll im Griff. Gesehen auf der Bernemer Kerb. Kerweliesbeth hin oder her, jetzt wohne ich halt hier und hab alles über die Kerb gelesen. Auf dem Umzug wurden die Pferdekutschen abgeschafft und aus dem Baum wird nach der Kerb Spielplatzholz gemacht.
  5. Urlaub ist schon viel besser als Arbeiten.

Was ist das hier genau? Ich bin nicht die Einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren. Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!


Kommentare

3 Kommentare zu „Was ich im August gelernt habe“

  1. […] Durch Astrid auf das Projekt “Was ich gelernt habe” aufmerksam geworden. Von Ines. Ob ich das auch mache? […]

  2. Oh die Idee da jeden Tag was hinzuzufügen finde ich ja genial. Mal sehen, ob ich das auch übernehme!
    Und danke für die Verlinkung. Ich kann es nur empfehlen mal eine Summerween Party zu feiern 🙂

    1. Astrid

      Die Fotos von deiner Partydeko konnte ich beim Sichwort „Summerween“ doch niemandem vorenthalten 🎃🌞🫶

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