Wie hoch ist dein Einsatz?

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In der August-Blognacht 2026 lautet der Impuls schlicht „Investment“.

Die Blognacht beginnt mal wieder mit Begriffe-Googeln. Ich frage mich nämlich: Ist „Investment“ eigentlich dasselbe, wie eine Investition? Und wenn ja, was ist eigentlich eine Investition? Turns out: Ja, Investment ist ein Anglizismus und bedeutet Investition.

Also gehe ich weiter in der Recherche, suche nach einer genauen Definition. Dieser Blog hier ist aber kein Finanzblog (nur das eine Mal), also fasse ich den Begriff in meinen Worten zusammen:

Investieren bedeutet, dass ich ein Mittel – Geld, Zeit, Arbeit, Liebe – einsetze für einen bestimmten Zweck. Der Zweck ist nicht fest definiert, aber meistens geht um den Erhalt von Werten, um Teilhabe oder um Wachstum. Das Investment kann entweder das eingesetzte Mittel sein oder die gesamte Transaktion, die ich anstoße.

Geht es um Finanzen, ist der Einsatz in der Regel mein Geld und der Zweck ist höchstwahrscheinlich das Erreichen eines Wachstums-Ziels, sprich mehr Gegenwert für mich.

Aber beim Nachdenken über den Begriff ist mir klar geworden, dass es bei Investitionen eigentlich um mehr als das geht.

Worum es bei Investments eigentlich geht

Das Wort Investment ist emotional aufgeladen und spricht meine Spielernatur an. Bisschen Nervenkitzel und viel zu gewinnen.

Das „Investment-Piece“ klingt gleich viel verheißungsvoller, als eine hübsche, teure Handtasche. Die „Investition in dich selbst“ erscheint so viel wichtiger, als ein vernünftiges Workout oder der KI-Lehrgang (… den höchstwahrscheinlich eine KI zusammengestellt hat).

Das Wort „Investment“ zeigt an, dass ich hier nicht einfach einen -meist teuren – Gegenstand oder eine Dienstleistung einkaufe. Sondern ich schraube an meiner Zukunft herum: Mit einer Handtasche, die in 10 Jahren X mal so viel wert ist, wie heute. Durch das Workout steigere ich meine Leistungsfähigkeit, mit dem Kurs kann ich später selbst Geld verdienen. Jetzt kommt es drauf an – einzahlen, hinarbeiten, hoffen und auf eine bessere Zukunft setzen.

Jede Investition ist eine Investition in die Zukunft. Das macht den wahren Reiz des Begriffs aus. Zukunft gestalten.

Wofür lohnt sich der Einsatz?

Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr ist mir bewußt, dass nicht jedes Investment dazu dient, mir einen Gegenwert zu bringen. Ich kann für meinen Einsatz ohnehin nichts erwarten – ob das eintritt, was ich damit angestrebt habe, steht längst nicht fest. Die Statement-Tasche ist in 10 Jahren vielleicht wertlos, der KI-Kurs entpuppt sich vielleicht als Schneeballsystem.

Welches Investment lohnt sich also wirklich? Das Investment, dass mit meinen persönlichen Werten in Einklang ist. Jeder Einsatz für eine bessere Zukunft ist lohnenswert.

So gesehen kann auch eine Spende oder ein Ehrenamt ein gutes Investment sein. Demonstrieren oder wählen gehen, Trinkgeld geben, konstruktives Feedback teilen, einfach da sein, wenn es drauf ankommt.

Ich kann die Zukunft nicht vorhersagen. Aber ich kann mich einsetzen für die Zukunft, die ich mir wünsche.


Dieser Text ist in der 73. Blognacht von Anna Koschinski entstanden. Einmal im Monat treffen sich ein Haufen Blogger virtuell bei Anna, um gemeinsam gleichzeitig zu schreiben. Der Impuls lautete dieses Mal „Investment“.


Dieses Mal habe ich sogar eine Frage für die Kommentare: Was ist für dich eine gute Investition? Ich freue mich, von dir zu lesen!

Kommentare

2 Kommentare zu „Wie hoch ist dein Einsatz?“

  1. Ich sehe das ähnlich wie du. Erstens bin ich keine Finanzperson, Geld ist für mich ein relativ fremdes Konzept und bei Investment schwingt für mich hauptsächlich Aufmerksamkeit, Zeit und Energie mit. Und da ist für mich lohnend, wenn es sich für mich im Moment des Investierens rund anfühlt. Ich brauche nicht unbedingt eine Rückzahlung im übertragenen Sinne oder gar eine Verzinsung. Sondern das Bewusstsein, dass ich im Einklang mit meinen Werten und Bedürfnissen handele.

    Und wenn ich manchmal Zeit und Aufmerksamkeit in eine Soap investiere oder in eine Tanzpause mit einer Party-Core-Band, das Ganze aber meiner Seele gut tut, dann war das Investment auf jeden Fall lohnend. Manchmal investiere ich tatsächlich einfach nur in mich selbst, und das in Ordnung zu finden, damit bin ich inzwischen echt zufrieden.

  2. […] der Blognacht nochmal die Definition von Investment nachgelesen – […]

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