Was ich im Juni gelernt habe

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… erfährst du hier. Ich schreibe jeden Tag (ungefähr) auf, was ich gelernt habe. In der ersten Junihälfte habe ich Filme geschaut und in der zweiten Hälfte habe ich genetzwerkt, geschwitzt ohne Ende und, na klar, jeden Tag etwas gelernt.

  1. Wer Vampire Weekend mag, wird kongolesische Musik der 70er lieben – hat eine schlaue Frau auf Instagram gesagt, deren Handle ich leider nicht parat habe. Ich mag Vampire Weekend so mäßig, aber die Playlist mit kongolesischen Klassikern ist perfekt für den Sommer!
  2. Wie die in Okinawa traditionelle Sanshin klingt. wie Yuzu-Limonade schmeckt. Wie die Bambus-Linie von Mouson wohl gerochen hat. Wie es wohl in den 70er in einem Japanischen Reinigung ausgesehen hat und wie Rockmusik sich damals angefühlt haben könnte.
  3. Beim Workshop „High Five für dich selbst“, dass Selbstfürsorge am Arbeitsplatz auch bedeutet, Schönheit in den Tag zu integrieren: Sei es ein leckerer Tee beim Online-Meeting, eine Mittagspause ohne über die Arbeit zu sprechen, wertschätzende Kommunikation in Meetings oder ein unverhoffter Sonnenuntergang am Meer auf der Dienstreise.
  4. Durch den Film „The Last Blossom“ bin ich bei den Regeln und der Geschichte des Brettspiels Othello gelandet.
    Was genau die Pflanze ist, um die es im Film geht, habe ich noch nicht herausgefunden. Übersetzt wurde sie mit Balsam, aber ob es um den Balsamapfel (die Blüte spricht dafür) oder ein anderes Balsamkraut geht? Die Internetsuche hat mich noch nicht zufrieden gestellt.
  5. Fotos sind tatsächlich deutlich besser, wenn ich mich aktiv positioniere, etwas festhalte oder mein Gewicht auf das hintere Bein verlagere oder nur sehr klar denke „Ich bin hier“. Zusätzliche Strategie: Alle unvorteilhaft aussehenden Bilder löschen. Ausnahme: Sie sehen sehr lustig aus oder halten besondere Momente fest.
  6. Kabuki ist traditionelles japanisches Tanztheater (Gesang, Tanz und Pantomime, alle Rollen werden von Männern dargestellt)und gehört seit 2005 zum immateriellen Unesco-Welterbe.
  7. Dass Chieko Baishō nicht nur in Plan 75 und Tokyo Taxi gespielt hat, sondern auch ihre Stimme der Hutmacherin Sophie in das wandelnde Schloss geliehen hat.
  8. Im Workshop-Survival-Guide gelesen: Die ersten Schritte der Vorbereitung brauchen noch keine Präsentation. Stattdessen lieber Zielgruppe eingrenzen, Zeit strukturieren und genau festlegen, was im Workshop vermittelt werden soll.
  9. Gemeinsam konzentriert arbeiten via Teamsmeeting funktioniert extrem gut für mich.
  10. Die Heuschrecke wird nicht zu meiner Lieblings-Yogapose.
  11. Wie viele frauengeführte Unternehmen in der Braubachstraße sind und dass diese Woche dort die Critical Ceramic Woche stattfindet.
  1. Ein freier Freitag ohne Anlass ist wie ein zweiter Samstag: Bummeln, Siesta, Sport und kochen.
  2. Was für eine schöne Bummelstraße die Leipziger immernoch ist. Leider auch gelernt, dass der Konditormeister des Traditionsgeschäfts Eube verstorben ist.
  3. Supta Hasta Padangusthasana (Yogagurt zu einer Schlaufe ziehen und auf der einen Seite den Fuß einfädeln und auf der anderen Seite den Hinterkopf einhängen) ist ein perfekter Start in den Morgen … mach ich aber nur in sicherer Kursumgebung und lieber nicht spontan zuhause.
  4. Der Radweg von Niederrad nach Höchst ist schön flach und angenehm grün. Dafür lohnt sicher Weg ins Büro an einem Montag manchmal.
  5. Im Vorfeld eines Videoprojekts ist so viel zu erledigen. Mal eben schnell das Smartphone draufhalten? Von wegen! Videos Skripten, Drehorte sichten, Skript nochmal anpassen, Briefings, Terminpflege … ja, macht Spaß!
  6. Was für Sorten von Josh Johnsons es so gibt im neuesten Video von, genau, Josh Johnson.
  7. Steter Tropfen bringt Budget.
  8. Was Champagnerluft bedeutet. Wie viele Eventdienstleister es in Bad Homburg und Umgebung gibt und wie die Räumlichkeiten im Bahnhofsgebäude Bad Homburg aussehen: Stilvoll, modern und auf dem neuesten Stand der Technik. Außerdem, dass der neueste Event-Technikscheiß ist, sich mit Leuchtarmbändern tracken zu lassen und es in Frankfurt ein Networkingformat namens „Überstunde“ gibt.
  9. Hitze ist erträglicher, wenn man sich auf dem Familienfest nach und nach auf den neuesten Stand bringt.
  10. Fallout und Spider Noir haben gemeinsam, dass sie Popkultur (Videospiel und Comic) mit einer nicht dazu passenden Epoche (50er im ersten und 30er im zweiten Fall) verbinden. Die Ästhetik ist bei beiden ganz hervorragend umgesetzt. Aber Fallout ist für mich zu intensiv und Spider Noir mit dieser Fixierung auf einen männlichen Protagonisten, zu lahm.
  11. “No Effort is Wasted“. Auch wenn du eine Fähigkeit, die du gelernt hast, nie monetarisierst, ist der Aufwand nicht vergebens. Bloggen ist nicht vergebens, Butoh ist nicht vergebens. Nicht alles im Leben muss perfekt aufgehen. Ein schöner Kontrast zu allem, was die Techbros predigen.
  1. Die Kombi aus 45 Minuten am Main Radfahren und Kühldecke im Büro macht gute Laune. 45 Minuten nach der Arbeit bergauf fahren und in der zu warmen Wohnung ankommen nicht so. Kalte Dusche danach rettet dann aber doch wieder alles.
  2. Die Nippon. Connection 2027 wird verschoben und findet vom 8. bis 13. Juni 2027 stattfinden.
  3. Ich könnte bald Solarstrom von Hausdach beziehen und Glasfaser-Anschluss einrichten lassen. I Like.
  4. Im schrabbeligen Discounter um die Ecke bekomme ich immer miese Laune. Wer stellt denn eine schwere Palette genau vor die Tür zum Speiseeis?! Menschen (nicht ich) haben ihren Arm durch einen schmalen Türspalt gesteckt, in der Hoffnung, wenigstens eine Packung Vanilleeis seitlich rausfummeln zu können.
  5. In Frankfurt gibt es mehr Sterne-Restaurants, als ich dachte. Sogar die Bekanntgabe der deutschen Michelin-Sterne hat in Frankfurt stattgefunden – Snoopsmaus hat darüber berichtet.
  6. Der kleine HL, später City REWE, heute Nahkauf meiner Kindheit war, als das Gebäude gebaut wurde, ein Kino namens Bali.
  7. Es ist besser, den An- und Ausknopf an der Kamera gut zu kennen. Sonst hat man statt der perfekten Aufnahme nur die Freude über die perfekte Aufnahme im Kasten.
  8. Eine Sache anders gemacht, als es erwartet wird – in meinem Fall sogar sowas Banales, wie Warten – und ganz neue Perspektiven erhalten und Gespräche geführt.

Was ist das hier genau? Ich bin nicht die einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren.Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!


Kommentare

3 Kommentare zu „Was ich im Juni gelernt habe“

  1. @Kabuki und ein dicker, rund gebundener Pinsel mit kurzem Stiel. Mein liebster Puderpinsel.

    Sonnige Grüße
    Ines

  2. Ich habe bei 14 gelesen „Yoghurt zu einer Schlaufe ziehen“ und mich gefragt, was das für ein abgefahrener Trend ist und wie das geht.

    1. Astrid

      Hihi, ich nehme an, bei der Erwähnung des Fußes bist du stutzig geworden 🍦🧘🏼‍♀️☯️

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