Was ich im April gelernt habe

Jeden Tag (naja fast) schreibe ich ein oder zwei Dinge auf, die ich gelernt habe. Der April 2026 war gerpägt von viel Arbeit und intensiven Erlebnissen, sozusagen „work hard – play hard – learn hard“.

Im April gelernt

  1. Auf Signale des Körpers zu achten, ist nicht verkehrt.
  2. Meine grüne Soße kann sich sehen lassen.
  3. Kleines Rabbithole über passives Einkommen als Falle (Joan Westenberg mal wieder), die Frage nach dem Mehrwert (Anna Koschinski) und Comedy als Businessmodell (Podcast bei YouTube). Mein Kopf verbindet alles miteinander, aber noch nicht auf eine Art, die ich in Text umsetzen könnte.
  4. Entweder auf der Trending-Seite von UberBlogr oder direkt bei Rivva, dass Eva Schulz jetzt einen Newsletter hat.
  5. Beim Mainspaziergang, dass durch Bielefeld die Lutter fließt, beziehungsweise unter Bielefeld, bis sie wieder freigegeben wurde und nun hier und da an der Straße entlang plätschert.
  6. Im Jugendliteratur-Regal meiner Mutter steht das Buch „Wolf“ von Saša Stanišić. Beim Lesen gelernt: A Folienkartoffeln sind die traurigsten Kartoffeln überhaupt. B „In Büchern wollen die Leute immer was, aber eigentlich wollen sie was anderes.“
  7. LinkedIn drosselt die Reichweite von Postings mit externen Links einfach bodenlos … in Grund und Boden … drosselt man überhaupt nach unten oder nach hinten? Also jedesmal, wenn ich das mache, schmiert die Reichweite ab. Aber ich bin nunmal stur und mache weiter mein Ding.
  8. Drei Fragen, um das Nervensystem abends runterzufahren: Was habe ich heute getan, von dem ich früher dachte, dass ich es nicht könnte? Welche Spannung des Tages hat der Körper noch nicht losgelassen? Welchen Fortschritt habe ich heute gemacht? Darf auch ganz klein sein. Schönes Konzept, wird aber wahrscheinlich so ähnlich versanden, wie die Übung mit der Russenhocke letzten Winter.
  9. Manchmal ein Schilfrohr sein, dass sich im Sturm biegt und sich danach geschmeidig wieder aufrichtet.
  10. WOL-Magic: Ohne großes Kopfzerbrechen das eigene Ziel in ein großes Ziel integrierten.
  11. Drei Wege ins Butoh: Schütteln. Schwingen. Flirting – volle Konzentration auf eine Sache im Raum oder im Körper. Der Bezugspunkt kann noch so banal, merkwürdig oder abstoßend sein. Ganz egal.
  12. Wenn der (geschlossene) Bund einer Jeans sich um deinen Hals legen lässt, passt sie dir mit großer Wahrscheinlichkeit – so der Tipp der Flohmarkt-Standnachbarin.
  13. Mein Vater hatte Recht.
  14. Im Ostend singen die Vögel viel mehr als im Nordend.
  15. Der ganz alltägliche Trump-Wahnsinn lässt sich besser durch die Daily Show ertragen.
  16. Wenn ich sage, etwas stresst mich nicht und ich dann gar nicht mehr aufhören kann, über dieses etwas zu reden, vielleicht etwas zu doll und zu laut, bin ich ganz eventuell doch ein ganz, ganz kleines bisschen …
  17. Zeit mit K. = beste Zeit.
  18. Dass man während des Aufbaus ohne jegliche Kontrolle aufs Messegelände gelangen kann – hatte ich mir schwieriger vorgestellt.
  19. Probehalber, wie ich trotz Üstra-Streik aufs Messegelände komme. Bei der Eröffnungsfeier der Hannover Messe: Welche Frage Julie Sweet für modernes Management empfiehlt. Was machen wir heute anders, als vor 12 Monaten?
  1. Wer von den Kollegen seine Kaffeetasse nicht von der Infotheke wegräumt.
  2. Der Verlagsempfang war eine sehr gute Schule. Meine hohe Anpassungsfähigkeit tut einiges dafür, dass alle überrascht sind, dass dies meine erste Messe ist. Bin stolz auf mich, dass ich diffuse Aufgaben nicht als meine ansehe und weiterziehen lasse.
  3. Hannover bei Sonnenschein ist ziemlich hübsch – besonders am Maschsee.
  1. Nach drei Tagen Messen sind viele Besucher verschwunden, dafür ist die Erkältung ist voll präsent.
  2. Frankfurt mit seinem S-Bahn-Nadelöhr hat in mir eine verwöhnte Vorstellung von S-Bahn-Verbindungen in Hannover genährt. Aber jetzt im Ernst: Von der Messe zum Hauptbahnhof sind es zwei Stationen und diese Verbindung wird ohne Witz nur alle 30 Minuten bedient? Da muss man ja seinen Zug verpassen.
  3. Eigenes Bett = Beste. Vor allem um die Messe-Seuche auszukurieren.
  4. Jetzt mal im Duden nachgeschaut. „Drosseln“ hat gar keine Richtung.
  5. Wenn ich den ganzen Tag schlafe (während Bluey läuft), kann ich abends doch noch einen guten Blogartikel verfassen.
  6. Vielleicht hätte ich mich noch einen weiteren Tag krank melden sollen – immerhin war die Arbeit ruhig und ich bin danach noch eine Runde um den Park spaziert.
  7. War nach knapp zwei Wochen zum ersten Mal wieder im Discounter und muss sagen, dass Shopping ohne Anlass mir wirklich viel Freude macht. XXL-Quatsch gekauft, z. B. 1 Liter Olivenöl und Großpackungen Öko-TK-Gerichte.
  8. Werden die neuen Tischsets, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, vor der ersten Benutzung schnell mal mit 60° gewaschen, sind sie hinüber, bevor sie überhaupt jemals benutzt wurden.

Was ist das hier genau? Ich bin nicht die einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren.

Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!


Kommentare

5 Kommentare zu „Was ich im April gelernt habe“

  1. Eine Erkältung ist nie schön, aber ich glaube Punkt 12 hat uns alle am meisten fasziniert. Davon habe ich tatsächlich auch noch nichts gehört. Da sollte man mal eine Studie drüber machen, ob das wirklich so funktioniert. Ich kann es mir tatsächlich nicht ganz vorstellen.

    Liebe Grüße

  2. Hatte mich schon gefragt, für welche Hosenhöhe das gilt. Midwaist ist „normale“ Leibhöhe – wie du sie beschrieben hast.

    Nimm doch einfach mal eine passende Hose und probiere aus, wie du sie wo anlegen kannst, um das zu erkennen.

    @Vitruvianischer Mensch Es gibt viele Maße am Körper, die sich wiederholen: Spannweite inkl. Fingern in cm = Handlänge in mm zum Beispiel.

    1. Astrid Schewe

      Hihi, ich glaub, dass es dann wohl einfacher ist, die Hose direkt anzuziehen 😀 Was aber für mich praktisch ist: So weiß ich, ob ein Rock mir passt, wenn der Schnitt ausgestellt ist, passt er auch sonst. Liebe Grüße!

  3. @8 Schöne Fragestellung.
    @12 Interessant. Nie zuvor gehört, wird valuiert.

    Einen schönen Mai wünscht dir
    Ines

    1. Astrid

      Zu @12 würde ich auch gerne mehr erfahren. Am Stand hatten wir einen Beweis, als eine Hose erst den Hals-Check und dann das Komplett-über-die-Leggings-Anziehen bestand.

      Es geht (offensichtlich) um den passenden Umfang, nicht die Länge. Gilt für Midwaist(heißt das so?)-Hosen. Highwaist-Jeans sollen den Hals nicht ganz umschließen und low-waist natürlich weiter sitzen. Mir würde ein Trick, der ohne anprobieren zeigt, ob eine Hose an Po und Oberschenkeln passt, allerdings mehr helfen.

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