Mein Jahresrückblick 2025: Nichts, was ich lieber täte

Astrid Schewe beim Fotoshooting für die Working@Office. Ich sitze entspannt in einem modularen Konferenzraum und schaue aus dem Fenster.

2025 war größtenteils ein buntes und entspanntes Jahr: Ich war beim Bloggen so produktiv, wie noch nie, habe meine neue Nachbarschaft erkundet und bin an tolle Orte gereist. Im Jahresrückblick 2025 liest du, was mich bewegt hat und in den nächsten Tagen folgt auch ein Ausblick auf das Jahr 2026.

Es gibt nichts, was ich lieber täte

Mein Jahresrückblick 2025 ist inspiriert von den drei Songs, die mich dieses Jahr begleitet haben. „Nichts, was ich lieber täte“ bezieht sich auf eine Zeile aus dem Song „Up all night“ von Beck.

„Just wanna stay up all night with you
Just wanna stay up all night with you
Nothing that I wouldn’t rather do
Just wanna stay up all night with you“

Beck

Ich liebe diesen Song, wegen der Stimmung und dem Beat. Außerdem bin ich immer noch begeistert, wie stark Beck seinen Stil im Vergleich zum Loser-Song verändern konnte. Vom Loser zum Popstar sozusagen. Der Song beschreibt Hingabe und Leichtigkeit und ist super tanzbar.

Mein anderer Lieblingssong des Jahres hätte ebenfalls viele Zitate für die Überschrift hergegeben: Anje Schomaker „Alles Neu“. Ich hatte überlegt ob „Schluss mit Larifari“ oder „Wenn’s dir nicht gefällt, mach neu!“ sogar besser klingen würden. Diese Sätze schwirren jedenfalls immer mal wieder durch meinen Kopf und gehörten zum Grundrauschen meines Jahres 2025.

„Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehen, wo’s hingeht
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht
Hey, alles glänzt, so schön neu
Wenn’s dir nicht gefällt, mach neu“

Antje Schomaker

Ich mag die Klarheit und Coolness, die der Song ausstrahlt und hätte gerne im Jahr 2026 noch mehr davon.

Der dritte Song des Jahres war „Hey ya“ (im Original von Outcast), gecovert von Beedle the Bardcore. Unter diesem Song hat jemand kommentiert, es höre sich an, wie die Schlusssequenz von einem Videospiel, bei dem man nun in der Schatzkammer steht und sich alle seine Gewinne anschauen und feiern kann. Mich fasziniert aber auch, wie komplex die Songs von Outcast eigentlich sind.

Themen, die mein Jahr geprägt haben, waren vor allem das Bloggen, das Networking (mit Assistenzen und anderen Blogger:innen) und alles, was daraus entstanden ist. 2025 war ein produktives Jahr. Es war auch ein Jahr, in dem ich mich verbunden gefühlt habe: Mit meinem neuen Stadtviertel und mit meinen Lieben.

Gedankliche Klarheit habe ich im Schreiben gefunden: #ReflectAndLearn, #WMDEDGT, die „Was ich im Monat gelernt habe“-Listen und die To-Want-Listen für jedes Quartal sind wichtig für mich. Auch mit meinem Körper empfinde ich eine neue Art der Sicherheit und Klarheit – wahrscheinlich ist das durch den Butoh-Tanz gewachsen.

Dieser Jahresrückblick wird sich in den nächsten Tagen noch weiterentwickeln. Er ist im Rahmen von Judith Peters‘ Jahresrückblog-Challenge entstanden, an der ich auch letztes Jahr teilgenommen habe.

„Ich mache, was ich wirklich will“ und bin Rolemodel

Mein Highlight des Jahres 2025 war, dass ich als Rolemodel für die moderne Assistenz von der Fachzeitschrift „Working@Office“ interviewt wurde. Ich war sogar auf dem Cover.

Ich durfte über meinen Werdegang und meine Projekte – auch mein Blog – sprechen. Dass das Interview unter der Überschrift „Ich mache, was ich wirklich will“ veröffentlicht wurde, hat mich erst überrascht und dann richtig gefreut.

Es stimmt nämlich: Klarheit und Wirksamkeit sind die Ziele, die ich mit meiner Arbeit anstrebe und das habe ich sogar in meinem Jahresrückblick 2024 so festgehalten.

Bei der Vorbereitung des Interviews musste ich mit inneren Widerständen umgehen, aber ich wollte es wirklich durchziehen. Also habe ich es möglich gemacht: Zugesagt, abgewartet, das Interview gegeben, mich im laufenden Betrieb fotografieren lassen, Termine ermöglicht, Freigaben eingeholt und erteilt.

Doch viel mehr als diese Formalitäten fand ich es anstrengend, diesmal wirklich so sichtbar zu sein und das auch noch selbstbewusst zu vertreten.

Durch das Interview habe ich mein Umfeld wissen lassen:

  • Ja, in dem Interview geht es um mich, meine Expertise und meine Projekte.
  • Ja, alles, was ich beschrieben habe, gehört zu meinem individuellen Jobprofil.
  • Ja, ich habe eine Haltung zum Beruf und zur Berufsbezeichnung.
  • Ja, das Interview ist durch gutes Networking entstanden.
  • Ja, ich gehöre auf das Cover.
  • Ja, mein Blog ist ein valides, journalistisches Projekt.
  • Ja, ich verfolge systematisch meine Ziele.
  • Ja, dieses Interview ist ein Zeichen meines Erfolgs.
  • Ja, ich bin ein Vorbild für die moderne Assistenzarbeit.

Da gab es dann noch diese wackelige Phase, als die Ausgabe mit meinem Interview wirklich da war – nochmal alles lesen und mich ängstlich und verwundbar fühlen.

Dann habe ich zeitlupenmäßig anfangen, das Interview zu teilen. Mit den Lieblingskolleginnen. Mit meiner LinkedIn-Community. Mit dem Team und dem Assistenznetzwerk, dem Frauennetzwerk und nochmal über meinen Feed im Social Intranet. Den Sichtbarkeits-Muskel immer weiter trainieren und immer wieder „ja!“ zu sich selbst sagen.

Bock auf Barcamp und Podcast

Ich war 2025 nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar. Im Podcast „Zeit für Wesentliches“ habe ich mit Sabine Erdmann über Working Out Loud und die Übung „50 Fakten über mich“ gesprochen. Hinter den Kulissen war es wirklich interessant zu sehen, wie mit sehr viel guter Vorbereitung so ein angenehm kurzes Podcast-Format entstehen kann.

Was hat das jetzt mit dem Barcamp-Eventformat zu tun? Es geht auch dabei wieder um Vernetzung und neue Ideen. Ich hole mal länger aus.

Letztes Jahr habe ich mich intensiver mit dem Format „Barcamp“ auseinandergesetzt. Mich hat diese Idee des Lernens miteinander auf Augenhöhe total angesprochen. An klassischen Veranstaltungen mit einem festen Panel ist meine Kritik, dass wir die Teilnehmenden nicht genug einbeziehen.

„Wir [machen] die anwesenden Expertinnen und Experten zu Zuhörern, anstatt sie aktiv etwas beitragen zu lassen. Und diejenigen, die keinen Experten-Status haben lassen wir indirekt spüren, dass ihre Beiträge – Fragen und Ideen kann man ja auch ohne hundert Jahre Expertise haben – erstmal nicht relevant sind.“

Also hatte ich mir für 2025 vorgenommen, endlich an einem Barcamp teilzunehmen. Wie anfangen? Ich habe ein LinkedIn-Posting geschrieben. Mit einer Frage an die große Runde für Verbindlichkeit sorgen. Dabei habe ich erkannt, dass ich bereits sehr viele Leute in meinem Umfeld Barcamp-Erfahrung habe. Einige haben sogar selbst schonmal ein Barcamp organisiert. Bester Tipp aus der Runde für meinen ersten Schritt war die Barcamp-Liste. Es folgte der Besuch beim Innovation Culture Camp in Wiesbaden inklusive einer eigenen Session zum Thema „Büroarbeit neu denken“.

Und jeeeetzt schlage ich schnell den Bogen zurück zum Podcast. Manchmal läuft es nämlich ganz, ganz easy. Beim Barcamp kam Sabine Erdmann kurz auf mich zu und hat mir von ihrem Podcast-Projekt erzählt. Wir haben Kontaktdaten ausgetauscht und das war’s im Prinzip. Später haben wir uns online getroffen, Themen überlegt und dann einen Termin für die Podcast-Aufnahme vereinbart.

Mein Jahr hat mit einem Barcamp angefangen und auch mit einem Barcamp geendet. Ich war nämlich im Dezember recht kurzfristig beim BloggerCamp 2025, dem Online-Barcamp rund ums Bloggen. Bei beiden Barcamps habe ich gelernt, was passiert, wenn ein Event Spontaneität und Unplanbarkeit zulässt. Wie viel mehr die Teilnehmenden von sich zeigen und wie viel Neues ich dadurch lernen konnte.

Ich fühl‘ mich echt als Bloggerin

Mein Ziel aus 2024 war es, dieses Jahr meinen 100sten Blogartikel zu veröffentlichten. Es kam anders, viel besser. Ich habe dieses Jahr ganze 100 neue Beiträge auf dem Blog veröffentlicht.

Es fing alles ganz langsam an im Januar mit einem Online-Kurs der VHS zum Thema WordPress. Mit der Trainerin hatte ich damals mein Blog aufgesetzt und nun in ganz kleiner runde Feedback und Tipps für ein Refresh gesammelt. Insbesondere der Kontakt zu einer der anderen Teilnehmerinnen hat mich richtig weitergebracht. Sie hatte Tipps für die Umstellung auf ein Block-Theme und für ein Analyse-Tool, das keine Daten speichert.

28 Tage Content

Richtig Fahrt aufgenommen hat mein Blog im Februar, denn ich habe an 28 Tage Content von Anna Koschinski teilgenommen. Den gesamten Februar über stand das Blog für mich im Mittelpunkt. Ich habe ein neues Blog-Theme eingerichtet, die Bilder alle verkleinert, neu hochgeladen und mit ALT-Texten versehen. Jeden Tag gab es einen Impuls per E-Mail, viele Online-Treffen und sehr hilfreiches Feedback im Forum. Ich habe meinen Schreibtyp kennengelernt und berücksichtige dieses Wissen nun beim Schreiben.

Was ich im Februar gelernt habe, hat mich das ganze Jahr begleitet und wirkt immer weiter:

  • Überschriften und Teaser-Texte so formulieren, dass die Lesenden sofort wissen, was sie erwarten können.
  • Klare Ansprache – es gibt ein ich und ein du. Kein wir, kein euch, möglichst auch kein man. Auf der Stelle werden meine Texte klarer und frischer. Echter.
  • Ähnlicher Effekt: umständliche Negativ-Formulierungen durch Positiv-Aussagen ersetzen und Relativierungen streichen.

Woran ich noch arbeite ist die Idee, dass ein Text nur einen Gedanken ausdrückt. Ich habe daher unübersichtliche Texte auseinandergezogen – gern auch durch eine gemeinsame Übersichtsseite miteinander verbunden – wie meine Texte über die Nippon Connection 2025. Aber wirklich nur ein Gedankengang pro Text? So richtig klar habe ich dieses Prinzip noch nicht für mich und werde in 2026 weiter daran feilen.

Beyond Coffee – Was machen Assistenzen wirklich?

Im Rahmen von 28 Tage Content ist auch ein ganz besonderes Projekt entstanden. Anna hat die Gruppe bei einem der Treffen aufgefordert, spontan eine Blog-Idee zu entwickeln und bei mir war das die Idee, Interviews mit Assistenzen über ihre Spezialthemen zu führen. Das war der Anfang meiner Beyond Coffee Interviewreihe.

Alle Beyond Coffee Interviews drehen sich um die Frage „Was machen Assistenzen wirklich?“. Diese Gespräche geben mir die Gelegenheit, mich mit anderen Assistenzen intensiv auszutauschen und festzuhalten, was sie zu sagen haben.

Die Interviewreihe hat auf verschiedene Arten dazu beigetragen, dass ich schließlich auf dem Cover der Working@Office gelandet bin. Durch das Projekt habe ich in der Assistenz-Community viel positive Aufmerksamkeit erhalten.

Außerdem habe ich selbst durch die Interviews wahnsinnig viel gelernt und angefangen, diese Learnings umzusetzen.

  • Ilka Fritzsche hat im Interview betont, wie viel versteckte Expertise Assistenzen haben und wie wichtig der Austausch darüber ist.
  • Die Gespräche mit Anneke Jahns und Stephanie Schwemlein waren für mich schöne Beispiele, wie man durch Neugier neue Arbeitsbereiche erschließen kann.
  • Durch das Interview mit Maren Hünnerscheidt versuche ich mich immer wieder auf meine Stärken zu besinnen und mein Arbeitsfeld ganzheitlich zu betrachten.
  • Das Interview mit Judith Ahrholdt hat mir geholfen, mit meinen inneren Widerständen umzugehen und eine positive Haltung gegenüber dem Job einzunehmen.
  • Durch Katja Jeroschina habe ich die Umbrella-Theory kennengelernt und verstanden, dass Selbstmarketing wichtig und richtig ist.

Ich bin allen Interviewpartnerinnen dankbar für die guten Gespräche und den Austausch miteinander. Besonders freue ich mich darauf, dass es in 2026 mit der Interviewreihe weitergeht.

Neue und alte Schreibroutinen in 2025

2025 war das bisher produktivste Jahr für mich. Das lag sicher auch daran, dass ich auf dem Blog einige Routinen für mich etabliert habe. Immer am 5. des Monats nehme ich teil an #WMDEDGT und dokumentiere meinen Tag im Logbuchstil. Es ist eine Form, die mir richtig gut liegt und die Texte werden von richtig vielen Leuten gelesen.

Eine weitere Routine, die ich etabliert habe ist die „Was ich diesen Monat gelernt habe“-Liste (hier der Dezember). Ich notiere für jeden Tag im Monat, was ich gelernt habe, mal informativ, mal lustig, mal ausschweifend und mal stark komprimiert.

Mehr als eine Schreibroutine ist die To-Want-Liste nach Judith Peters. Ich halte zum Anfang jedes Quartals fest, was ich in den kommenden 12 Monaten erledigt, erreicht oder erlebt haben möchte. Insgesamt über 120 grüne Häkchen konnte ich dabei setzen und mich weniger verzettelt.

Was aus 2024 geblieben ist, ist meine Teilnahme an Annas Blognacht. Aus den Schreibimpulsen der Blognacht entstehen immer wieder außergewöhnliche Texte und neue Gedanken.

Meine Top 9 Blogartikel plus 1 besondere Unterseite

Seit Anfang diesen Jahres habe ich ein Analyse-Plugin installiert, das – ohne Daten zu speichern – die Besuche auf meinem Blog und die Klicks für alle Artikel auswertet.

Die 9 meistgelesenen Beiträge 2025 waren fast alle in große Blog-Challenges eingebunden, vieles aus der Reihe #WMDEDGT. Umso mehr freue ich mich darüber, dass es auch ein Beyond-Coffee-Interview in die Top 9 geschafft hat.

Platz 9 – Herbst 2025: meine Ziele Oktober bis Dezember

Platz 8 – Sichtbar sein durch gute Geschichten

Platz 7 – Was ich im September gelernt habe

Platz 6 – Kuchen essen, bloggen und sonst eigentlich nix

Platz 5 – Herbstlaub und Tischtennisball-Gedanken

Platz 4 – 12 von 12 im Juni

Platz 3 – Im schönsten IKEA Deutschlands dümpeln

Platz 2 – Das große Meeting-Glücksrad

Platz 1 – Kokosmakronen-Blues

Im Sommer habe ich meine Über-Mich-Seite aktualisiert und das hat sich richtig gelohnt, denn auch diese Seite gehört zu den zehn meistgelesenen Artikeln des Jahres.

Vernetzung in der Blogosphäre

Etwas anderes, was mich beim Bloggen 2025 gepusht hat, ist die Vernetzung mit anderen Bloggerinnen und Bloggern. Zum Beispiel habe ich mich im April mit Christine, der Frau vom Main und Rebecca von 43 Perspektiven getroffen und zwar IRL.

Auch bei den Kursen im Frühjahr habe ich neue Blog-Gesichter kennengelernt und mir einen RSS-Reader eingerichtet. Ich habe auch mehr über das Bloggen geschrieben: Tommis Blogfragen beantwortet, bei #SoSollWeb teilgenommen und ab Ostern habe ich angefangen, mich aktiv im Bloghexen-Forum zu vernetzen.

Über dieses Forum habe ich die Eventreihe „Blogtastisch!“ besucht und das Bloggerkonferenz-Forum kennengelernt. Im Dezember habe ich schließlich am BloggerCamp 2025 teilgenommen.

Durch diese Kontakte sind wiederum neue Beiträge entstanden, zum Beispiel darüber, wie ich auf neue Blog-Ideen komme oder was ich über das Networking gelernt habe und was das Wort „Unbekümmert“ in mir auslöst. Diese drei Artikel sind meine Lieblingstexte des Jahres und sie sind alle als Resonanz auf Texte oder Impulse entstanden.

Diese Verbindungen sind alle sehr wertvoll für mich und mein Schreiben, daher möchte ich nächstes Jahr den Kontakt vertiefen und mir schwebt etwas unbestimmt vor, dass ich vielleicht zur Re:publica in Berlin fahre. Mal schauen.

Social Media in 2025

Was Social Media betrifft, ist alles etwas anders gekommen, als ich es mir ursprünglich gedacht hatte. Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, auf LinkedIn langsamer zu machen und auf Instagram viel regelmäßiger zu veröffentlichen.

Gestartet bin ich auch mit einem festen Termin in der Woche, an dem ich bei Instagram erstmal nur lustige Reels mit Büro-Bezug geteilt habe und dann auch noch ein Posting pro veröffentlichtem Blogartikel und dann noch Zitatkacheln basteln und teilen. Tja, nach meinem Schottland-Urlaub war ich komplett raus. Kein Bock mehr, Instagram zu öffnen. Kein gezielter Detox, es hat sich einfach so ergeben. Inzwischen schaue ich wieder öfter rein und für den Jahresrückblick habe ich auch gepostet, aber die Luft ist irgendwie raus.

Anders bei LinkedIn. Das ist die Plattform, bei der ich die meisten Follower habe und daher gerne bediene, aber nicht so oft. Ein monatliches #ReflectAndLearn und hier und da die relevanten Blogbeiträge erwähnen. Bei der Auswertung hat sich aber gezeigt, dass ich doch mehr gemacht habe: 60 Postings und ziemlich viel Engagement bei meinen Follower:innen. Dabei hat es sich nicht nach mühevoller Vorbereitung angefühlt.

Für 2026 steht im Raum, dass ich das Blog ins Fediverse bringe, aber der Schwerpunkt bleibt für mich das Bloggen.

2025 in Zahlen: Mein Blog und LinkedIn

Webseiten-Besucher:innen 2025: 13.012

Veröffentlichte Blogartikel 2025: 100

  • Davon Blognächte: 11
  • Davon #WMDEDGT: 8
  • Davon Beyond Coffee Interviews: 6

Kommentare (ohne meine eigenen): 98

Domain Authority 2025: 10

LinkedIn-Follower: 1.185

Linkedin-Posts: 60 inklusive zwölf mal #ReflectAndLearn

Interaktion (Likes, Kommentare, Shares und Klicks): 1.400

Ich bin stolz auf meine Zielstrebigkeit und Resilienz im Jahr 2025

Im Jahresrückblick 2024 habe ich sieben konkrete Ziele für das Jahr 2025 festgelegt und einiges davon erreicht:

  • Ich war zum ersten Mal in Schottland
  • Ich habe eine Barcamp-Session gegeben
  • Ich habe den 100sten Blogartikel veröffentlicht (und dann noch 70 weitere)
  • Ich habe sehr gut auf meine Ressourcen geachtet
  • Ich habe zwei Ziele gehen lassen und meine Prioritäten geändert.

Wenn ich meinen alten Text lese, finde ich einige gute Gedanken wieder, die sich das ganze Jahr über durchgezogen haben.

„Durch die Erfahrung mit Working Out Loud erlaube ich mir, wirklich große Pläne zu schmieden. WOL hat mein Denken in dieser Hinsicht nachhaltig verändert.“

In meinem Jahresgespräch habe ich vorgeschlagen, einen englischen Newsletter im Zwei-Wochen-Takt zu erstellen und war so gut vorbereitet, dass ich direkt eine Freigabe für dieses Projekt erhalten habe. Bei 28 Tage Content ist die große Idee mit den Beyond Coffee Interviews entstanden, die ich erfolgreich umgesetzt habe. Es war auch ein Durchbruch für mich, einen Workshop für meine Abteilung zum Thema Sichtbarkeit auf die Beine zu stellen.

An anderer Stelle habe ich letztes Jahr schon so eine Ahnung geäußert, die sich leider auch bewahrheitet hat:

„Meine Vorstellungen in vielen Bereichen meiner Arbeit sind klarer geworden und ich kommuniziere und argumentiere entsprechend. Das schafft Reibung: Ich finde einen Weg damit gut umzugehen.“

Wie sollte es auch anders sein? In den Momenten, in denen ich im Büro selbstbewusst meine Ansicht vertreten habe und auf meine Expertise gesetzt habe, kam es mitunter zu Irritationen. Das sind Momente, die geübt werden wollen, sie beschäftigen mich. Doch davon möchte ich mich in 2026 nicht mehr beirren lassen.

Was mir immer wieder hilft, ist die Konzentration auf mich selbst und auf meine Ziele. Zu wissen, dass es nicht mein Job ist, dafür zu sorgen, dass sich die Kollegen wohlfühlen, dass die Spülmaschine organisiert ist und dass andere ihre Deadlines einhalten. Ich biete meine Expertise gerne im beruflichen Umfeld an, aber ich muss sie niemandem aufdrängen, den sie nicht interessiert. Immer, wenn ich das konsequent so gehalten habe, habe ich mir einen Menge Frust erspart.

Ich bin 2025 dankbar für mein neues Viertel

Beim Sichten meiner Fotos habe ich gemerkt, dass ich jeden Monat auch Bilder meiner neuen Nachbarschaft gemacht habe. Ich lebe jetzt im Frankfurter Osten, der stark von der Industrialisierung geprägt ist. Nur durch den Ostpark von Bahnschienen und Hafen getrennt. Auf der anderen Seite der Festplatz, wo zweimal im Jahr die Dippemess stattfindet.

Gleichzeitig ist die Lebensqualität sehr hoch. Es ist hier viel grüner und ruhiger als im Nordend und dennoch sehr zentral. Im Oktober konnte ich im Rahmen eines Bildungsurlaubs eine Woche lang durch die neue Umgebung streifen und viel über die Entwicklung des Viertels lernen. Immer, wenn ich die Wohnung verlasse, finde ich neue Inspiration in dieser Umgebung.

Ich bin auch dankbar für meine Reisen

Im Jahr 2025 habe ich zwei Städtetrips gemacht und in guter Begleitung ganz viele neue Eindrücke aufgesaugt.

In Edinburgh habe ich als Summerstay in der Universität übernachtet – karges Zimmer, hervorragendes Frühstück. Eine Stadt ohne E-Roller und mit Gratis-Tampons. Jeden Tag zu Fuß die Stadt erkunden, den Berg hoch und bis runter an den Hafen.

In Amsterdam dann das Gefühl, in der Bibliothek sofort zuhause zu sein. Auch hier viel gelaufen, das Hotel etwas weit ab vom Schuss. Zur Entspannung kleine Bootstouren unternehmen, nach Streetart suchen und sich treiben lassen.

Auf der Suche nach dem Ikigai: Embodiment und Butoh

Was würdest du machen, wenn du im Lotto gewinnst? Oder ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten würdest? Kein Geldverdienen mehr, einfach alle Möglichkeiten stehen dir offen?

Wenn ich über diese Frage nachdenke, geht es mir nicht um Konsum oder Luxus, sondern darum diese eine Sache zu finden, wofür ich jeden Morgen aufstehe. In Japan nennt man das Ikigai: Eine Tätigkeit, die du liebst, für die du eine Begabung hast und Wertschätzung erfährst und die die Welt zu einer besseren macht.

Versetze ich mich in eine Welt, in der ich kein Geld verdienen muss, würde ich mich wohl aufs Butoh-Tanzen konzentrieren, zu Workshops fahren und meine Zeit vorwiegend dem Tanz widmen. Nebenbei alles bloggend festhalten.

Den ersten Butoh-Kurs habe ich Anfang 2023 belegt und nehme seitdem jede Gelegenheit wahr, um mehr zu lernen. 2025 habe ich zwei weitere Kurse belegt und an einer Session beim Tanztag Rhein Main teilgenommen. Ich habe Bilder getanzt, surreale Szenen getanzt und mit meinem eigenen Schatten getanzt.

Butoh bedeutet den Körper konzentriert zu bewegen und zwar in Formen, die im Alltag nicht vorkommen, weil die Gesellschaft sie nicht akzeptiert: Zittern, Grimassieren, Tönen, Schmelzen und Gefrieren. Dabei wird Kreativität freigesetzt. Der Körper öffnet neue Denkräume, erzählt assoziative Geschichten und findet Lösungen. Für Butoh brauchst du nur deinen Körper. Keinen gesunden, trainierten oder perfekten Körper. Butoh ist für alle.

Körper und Geist sind ganz eng miteinander vernetzt, das habe ich dieses Jahr auch in einem Kurs zum Thema Embodiment gelernt. Dabei gibt es nicht diese eine „Powerpose“, die dich jede Verhandlung gewinnen lässt. Stattdessen arbeitest du konzentriert auf einen Idealzustand hin, nicht nur mit dem Geist, sondern auch durch Körperhaltung und Atmung.

Auch ohne Euromillions-Gewinn möchte mich gerne intensiver mit Butoh beschäftigen: Eine Butoh-Performance live sehen, einen längeren Workshop belegen und darüber schreiben.

Meine ersten Male 2025 in Fotos

Dieses Jahr habe ich gleich zwei neue Städte entdeckt und war in vielen wunderschönen Museen. Ich habe für jeden Monat ein, maximal zwei Fotos ausgewählt. Aber es gab auch erste Male, die sich nicht im Foto festhalten lassen: Das erste Mal im Podcast, das erste Interview in einer Fachzeitschrift, das erste Mal 28 Tage Content, das erste Mal Embodiment und so viel mehr.

Ein ganz besonderes erstes Mal: Spontan-Spa-Tag mit zwei lieben Freundinnen. Es fühlte sich ein bisschen konspirativ an und es war ein Glücksmoment, dass unser Treffen so kurzfristig funktionieren konnte.

Ich glaube, dass viele Erlebnisse dadurch entstanden sind, dass ich jedes Quartal eine To-Want-Liste angelegt habe. Ich war aktiv auf der Suche nach den Dingen, die ich wirklich, wirklich will und die ich selbst gestalten kann.

Ausblick auf das Jahr 2026

Kommentare

6 Antworten zu „Mein Jahresrückblick 2025: Nichts, was ich lieber täte“

  1. Liebe Astrid,
    du hattest mich bei deinem Einstieg über Songtexte – was für eine coole Idee!
    Und richtig neugierig gemacht hast du mich mit deinem „Ikigai“, der Tanz-Art, von der du erzählst. Das habe ich noch nie vorher gehört, und jetzt bin ich richtig gespannt drauf, da gleichmal bei Youtube zu stöbern. Oder vielleicht weißt du noch eine andere gute Quelle, wo ich mich darüber informieren kann?
    Genau dafür lohnt es sich, Jahresrückblogs zu lesen: neue Sachen kennenlernen. Danke dafür 😉

    Viele Grüße und alles Gute für 2026, Tina

    1. Astrid

      Liebe Tina,
      wie schön, dass dich mein Jahresrückblick angesprochen hat! Es gibt sehr viel Material über Butoh auf YouTube. Für einen kurzen Einblick kannst du dir „Fighting rhythm with Butoh“ anschauen. Der schönste Einstieg ist aber wohl der Film „Kirschblüten – Hanami“ von Doris Dörrie. Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Liebe Grüße, Astrid

  2. Liebe Astrid,

    was für ein fulminanter Jahresrückblick 2025! Danke für deine Einblicke, das Teilen deines wunderbaren Themas und deine vielen Inspirationen. Ich habe viel Spannendes gelernt beim Lesen und bin nun neugierig auf BloggerCamps & Co – und Butoh!

    Herzliche Grüße und auf ein glückliches & erfülltes Jahr 2026!
    Cornelia

    1. Astrid

      Liebe Cornelia, vielen Dank für’s Lesen, ich freue mich, dass ich dich neugierig machen konnte. Das BloggerCamp findet nächstes Jahr bestimmt wieder statt. Kleine Fußnote zu Butoh: Klassisch sind die Tänzer ganz weiß geschminkt und tragen nur wenig Kleidung. In der Gruppe, in der ich lerne, geht es nicht um diese äußere Form, sondern vor allem um die Bewegung. Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr! Liebe Grüße, Astrid

  3. Liebe Astrid, ich finde deine Schreibroutinen einfach toll und nehme für mich auch regelmäßig zu fragen, was ich gelernt habe. Vielen Dank dafür.
    Ich bin ebenfalls großer Fan von Barcamps, vielleicht trifft man sich Mal zufällig 😊

    Schöne Grüße vom Bodensee
    Claudia

    1. Astrid

      Liebe Claudia, wundervoll, die Idee mit der „Was ich diesem Monat gelernt habe“ liste stammt von Ines, schau doch noch auf ihrem Blog „meyrose – fashion, beauty & me“ vorbei. Ich würde mich freuen, wenn wir uns im Rahmen eines Barcamps über den Weg liefen, ich sollte sowieso öfter an den schönen Bodensee fahren 🙂 Liebe Gruße und einen guten Rutsch! Astrid

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