Die Erkältung kommt #WMDEDGT

Der Hashtag steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ ist der Aufruf von Frau Brüllen, am 5. des Monats darüber zu bloggen, was man eigentlich den ganzen Tag … Kurz gesagt: Ich bekomme einen Schnupfen.

Um über heute zu schreiben, muss ich kurz das vergangene Wochenende zusammenfassen. Ich habe übers Wochenende zehneinhalb Stunden im Zug verbracht, es hätten nur sechs sein sollen.

Freitag abend saß ich viereinhalb Stunden in einem Regionalexpress mit sehr kalter Klimaanlage und der junge Mann hinter mir hustete konstant und hatte einen leicht glasigen Blick. Er hat mir dennoch den Koffer aus der Ablage gehoben, ich beschwer‘ mich gar nicht.

Die Rückfahrt – gestern – dauerte dann sechs Stunden und beinhaltete viele Aufenthalte an verschiedensten Regionalbahnhöfen. Ich war zwischendurch im Sanifair (zwei von vier Toiletten gesperrt, eine überschwemmt, kein Handtuchpapier mehr, not great).

Das Wochenende an sich war sehr schön, auch sehr kurz, aber vor allem sehr schön.

Erste Zeichen

Fünf Minuten vor dem Weckerklingeln wach geworden. Erst Kaffee, dann Dusche, dann noch ein Kaffee und ein Mini-Frühstück aus Resten (Hüttenkäse, Walnüsse, Trockenpflaumen) untermalt mit YouTube-Beschallung. Später beim Zähneputzen fiel mir ein kleiner Pickel auf. Bei mir ein klares Zeichen, denn ich bekomme keine Pickel, außer, naja.

Da ich nach der Arbeit noch Butoh-Kurs hatte, machte ich mich etwas später auf ins Realbüro. Angekommen gleich die erste Erleichterung, alles für das Event morgen kann heute schon vorbereitet werden, der Raum ist frei und bereits umgeräumt.

Die üblichen E-Mail-Meeting-Chat-Erledigungen am Vormittag. Ich muss mehrmals hintereinander laut niesen. In der Kantine gibt es Linsensalat mit Ziegenkäse. Danach gehe ich mit einer der Lieblingskolleginnen durch die Schrebergartensiedlung. Sonnenschein, Rosenduft, reife Feigen in den Gärten.

Arbeitsnachmittag und der Weg abwärts

Heute auf der To-Do-Liste: Allerhand Ausdrucke. KI fummelt nämlich immernoch keine Namensschilder in Namensschilderhalter, faltet keine Tischkarten und legt auch keine Kugelschreiber auf Konferenztischen aus. Das mache ich, heute zusammen mit dem Praktikanten. Der friert im Konferenzraum.

Ich nicht. Mir ist sogar ziemlich warm.

Ein paar Arbeitsmittel fehlen noch, ich muss sie holen, auf dem Weg ein kurzes Hallo mit einer Kollegin, die mich mustert und sagt „Du siehst ziemlich müde aus.“ Ja, es war auch ein langer Tag gestern. Aber, wenn ich ehrlich bin, habe auch Kopfweh.

Der Raum ist vorbereitet. Zurück am Rechner prüfe ich noch die Präsentation für morgen. Letzte Abstimmungen. Ich hatte ja fest vor, lang zu bleiben, um direkt zum Butoh-Kurs zu gehen, aber ich bin hundemüde und will nur noch auf die Couch und sage schweren Herzens ab. Ich bin nicht die einzige in der Signal-Gruppe, die krank ist.

Auf dem Weg zur Bahn liegt ein Aldi, bei dem ich noch ein paar Dinge kaufen möchte. Ein lieber Kollege spricht mich beschwingt an und ich merke im Gespräch, wie sehr ich schon die Ohren hängen lasse.

Abhängen und Tee trinken

Ich kaufe Gemüse und TK-SchleFi für heute abend. Die Tasche ist schwer, ich nehme in der U-Bahn nicht die Treppe, sondern den Aufzug. In der Wohnung angekommen, verräume ich den Einkauf, werfe den Fisch in den Ofen und koche Ingwertee. Der Hals und die Ohren machen sich bemerkbar, also werfe ich ein Sinupret ein und telefoniere zur Aufmunterung mit K.

Nun noch ein bisschen Bloggen und mein Outfit für den Event-Tag rauslegen. Vielleicht bin ich ja morgen spontan wieder fit.


Alle #WMDEDGT-Beiträge werden bei Frau Brüllen gesammelt, die die Tradition des Tagebuchbloggens auf diese Weise aufrecht erhält. Sie befindet sich im Moment im Japan-Urlaub und das Link-Tool funktioniert jetzt im Moment nicht, ich verlinke mich also morgen. Alles halb so wild.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert