Im Juli bin ich viel geradelt, gewandert und geschwommen. Ich war sehr viel draußen, habe gegrillt und wurde gegrillt von der Sonne. Außerdem habe ich jeden Tag etwas gelernt.
- Dass es bei Waldtraut in Oberursel sehr gute Grüne Soße gibt.
- Wie viel besser das letzte KollegInnen-Videos im Vergleich zum ersten ist: Lernen durch Praxis ist real.
- Wie unterschiedlich der Impuls „Vorbilder“ in der Blognacht interpretiert wurde.
- Flummis, Wackelspiralen, Seifenblasen – die Klassiker der Spielwarenabteilung ändern sich kaum.
- Ich kann innerhalb von 2,5 Stunden einen schönen Auftragstext verfassen und darf nach Abgabe die Füße stillhalten.
- An manchen Bürotagen kommt man zu Nix.
- An manchen Homeoffice-Tagen verdichtet sich die Arbeit und man bekommt richtig viel weggeschafft.
- Mit Copilot über das schiefgelaufene Meeting beraten, um herauszufinden, welche positiven Ergebnisse es dennoch gab.
- Wie aus einer normalen Portion die doppelte Portion Pizzateig wird. Das Geheimnis: versehentlich die doppelte Menge Wasser hinzufügen und dann gezwungen sein, entsprechend mehr Mehl einzukneten. Außerdem: Mein Messbecher hat den Eichstrich nur bei 0,5 Litern und nicht bei 0,25 Litern.
- Den naturphilosophischen Begriff „Solastalgie“, gefunden im Blogbeitrag von Jana Mänz. In ihrem Beitrag beschreibt sie das Gefühl, wie es ist, wenn „die eigene Heimat verschwindet, obwohl man selbst nicht weggegangen ist“. Die passende Ausstellung hier in Frankfurt habe ich leider verpasst.

11. Die U-Bahnlinien 6 und 7 (für Kenner:innen ist das die C-Strecke, die jetzt 40jähriges Jubiläum feiert) sollten ursprünglich mal alle Straßenbahnen der Frankfurter Innenstadt überflüssig machen. Die historischen Züge der Baureihe U3 kommen mir noch ganz geläufig vor … das muss dieses Altern sein.
- Beim Lesen von „The Workshop Survival Guide“ bekomme ich glatt Lust, Leuten etwas live beizubringen.
- Das höchster Standesamt hat süße kleine Bänke an der Uferseite mit Mainblick. Ein guter Ort, um ein Pausensandwich zu essen.
14. Dass ich mir für jeden freien Tag überlegen sollte, was ich für mich tun möchte … sagt der Business Insider. Tatsächlich könnte ich endlich die aktuelle Ausstellung im Liebieghaus besuchen.

- Dass am 8. August 2026 der erste frankfurter Fancy Women Bike Ride stattfindet. Es geht um Selbstbestimmung, Sichtbarkeit und Lebensfreude von Frauen im öffentlichen Raum … gerade ganz emotional geworden, weil Radfahren so glücklich macht und so vielen Frauen und Mädchen verboten wird.
- In der Ausstellung „Tiere sind auch nur Menschen“ habe ich gelernt, dass im Hinterhof des Museum Giersch der Entenbrunnen steht und der ist herzerwärmend hübsch. Daneben steht im Moment eine Installation, die versucht, die Sprache der Vögel zu übersetzen.

- Von meiner Nachbarin im Aquasport gelernt: Statt mich davon rausbringen zu lassen, dass ich keinen Step fürs Aquazumba mehr ergattert habe, lieber Lächeln und die Musik und das Wasser genießen.
- Keanu Reeves hat ein Buch geschrieben.
- Schafe reagieren auf Handzeichen.
- Um bessere Ergebnisse bei YouTube zu erreichen, rät Gemini mir zu folgenden Suchoperatoren: „Butoh“ (Anführungszeichen für exakte Ergebnisse), Intitle:Butoh (zeigt nur Videos, die den Begriff im Titel haben), Butoh before:2012 für Archivfunde. Außerdem zweisprachige Suche, Filtern nach Länge und Playlists. Für den Algorithmus relevant: Videos bis zu Ende schauen, Kommentare und Shownotes nach weiteren Hinweisen durchforsten.
- Ruth Moschners Beschreibung von DickPics ist gleichermaßen akkurat und höllisch lustig. Sie vergleicht das Sujet der unverlangten Fotos mit toten Mäusen, die die Katze als zweifelhaftes Geschenk ins Haus getragen hat.
- Mit welchem „Hausmittel“ man laut japanischer Erzählung Yokai-Monster vertreiben kann: Flatulenz.
- Wenn du dich fragst, weshalb die 15 km Wanderung im Internet, die als „mittelschwer“ gilt, mit einer auffällig langsamen Wanderzeit angegeben wird, könnte das unter Umständen mit den Höhenmetern dieser Wanderung zu tun haben.
- Dass in Vasperviller eine architektonische Überraschung steht. Die Eglise Sainte Therese von 1968 unterscheidet sich deutlich von den anderen Kapellen des Sieben-Rosen-Wanderpfads um St. Quirin.


- “Treideln“ bedeutet, ein Schiff auf dem Wasserweg stromaufwärts zu ziehen. Treideln können Menschen, Zugtiere, Traktoren oder Züge. Das passierte auf Treidel- oder Leinpfaden. Heute verlaufen dort oft hübsche Wander- oder Fahrradwege.
- Blanche Neige, also „Schneewittchen“, ist ein klassischer französischer Eisbecher mit Vanilleeis, Baiserbrösel, Schlagsahne und warmer Schokosauce.
- In der unfassbar guten Dokumentation „The Way We Move“, wie wichtig Musik für uns Menschen ist. Läuft gerade in der ARTE Mediathek.
- Durch das Wandern weiß ich die ganzen kleinen Knie-Reflexe, die das Stolpern verhindern (oder ausgleichen) wirklich sehr zu schätzen. Was für ein filigranes, ausgeklügeltes Gelenk!
- Dank Frau Kaltmamsell, die einen Gratis-Krautreporterartikel geteilt hat, weiß ich jetzt mehr über Waldbrände, Klimawandel, Löschflugzeuge und Ziegen.
- Es gibt ein zweites Spin-off von „Death in Paradise“, nämlich „Return to Paradise“, das in Australien spielt. Macht Spaß, vor allem in den Ferien. Schaut man in Frankreich solche Serien via App, kann man die Sprachbarriere (und die nicht so dolle Synchronisation) umgehen, indem man im Original mit Untertiteln schaut.
- Über das Grillen: Am einfachsten ist es, mit einem Anzündkamin und einem Anzünder-Würfel zu starten. Sobald das Feuer im Kamin aus ist und die oberen Holzkohlestücke schön Glut haben, kann die Kohle aus dem Kamin in den Kugelgrill geschüttet werden. Ich lasse grillen, by the way, es bleibt also alles Theorie.
- So entspannt sein, dass ich mit den Tagen durcheinander komme.
Was ist das hier genau? Ich bin nicht die einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren.Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!

Schreibe einen Kommentar