Es ist der fünfte März 2026, die Sonne strahlt und Frau Brüllen konzertiert die Online-Tagebucheinträge der deutschsprachigen Blogosphäre. Ihre Frage: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? #wmdedgt 050326
Ich habe nicht durchgeschlafen und war gegen vier Uhr morgens wach, schaute (Fehler!) die neueste Ausgabe von „What’s News with you?“ und schlief wieder ein bis zum Weckerklingeln um 6:30 Uhr.
Tagesstart mit Kaffee im Bett, schnell die zweite Hälfte von WNWY fertig ansehen. Danach Dusche und fertig machen für die Arbeit. Wobei heute kein klassischer Arbeitstag war, sondern Video-Schulung, dazu gleich mehr.
Das Wetter ist so mild, dass ich den Trenchcoat über ein Langarmshirt anziehen konnte und mir nicht kalt war. In der U-Bahn lauter Übergangsoutfits.
Wer besonders hervor stach: Eine Frau in einem roten Dirndl über einem Rollkragenpulli mit lila Windjacke, passenden Turnschuhen und einem ordentlich abgenutzten Ironman-Rucksack. Sie übte in der U-Bahn ganz selbstverständlich ein Kartenspiel (mit Hilfe eines Übungshefts) zwischen all den unbeholfen angezogenen Smartphone-Zombies.
Die Bahnverbindung zur Bürostadt lief recht smooth, ohne langes Warten kam ich an in Niederrad und machte einen Abstecher ins Check-In Center, um eine kleine Geburtstagsüberraschung für eine der zahlreichen Lieblingskolleginnen zu besorgen und auf ihrem Schreibtisch abzustellen, bevor es für mich in den Workshopraum ging.
Schulungstag
Es handelte sich um Tag zwei eines zweitägigen Video-Seminars für zehn Kolleginnen, die in Zukunft für den Verband Videomaterial für Social Media aufnehmen und schneiden sollen. Gestern wurden von uns Probevideos aufgenommen – inklusive Schnittmaterial.
Unser klassisches Format für Social Media sind dreiminütige Interviews ohne jegliche Abwechslung durch eingestreutes Bildmaterial. Es hatte mich gestern schon begeistert, dass mit dem Smartphone und wenigen Handgriffen sehr hochwertiges Bildmaterial entsteht, das definitiv jedes Video aufwertet. Heute ging es um den Videoschnitt: Einige Kolleginnen hatten das schon oft gemacht, andere noch nie. Nicht einfach, hier allen etwas zu bieten. Ich konnte ganz gut mithalten, auch wenn ich nur ganz wenig Erfahrung mit Videoschnitt habe.
Mittagspause in der Kantine mit der Gruppe. Es gab veganes Linsen-Spinat-Curry, als Beilage Pommes und Nachspeise (nicht vegan) Cheesecake-Creme. Sehr gut. Nach der Pause schauten wir die im Kurs entstandenen Videos an und auch einige Beispiele von Arbeiten, die die Teilnehmerinnen bisher auf den verschiedenen Verbands-Kanälen veröffentlicht hatten.
Meine Sorge: Wie bekomme ich genügend Übung, um dann auch offiziell für den Verband Videos erstellen zu können? Der Plan, den ich mir dazu überlegt habe, ist meine Team-Kolleginnen einzuspannen. Ich werde sie darum zu bitten, dass ich eine Serie von Videos mit ihnen drehen kann, jeweils eine Minute Kurzvorstellung.
Den Nachmittag nutzte ich dazu, mit einer anderen Teilnehmerin so ein Interview und etwas Material drumherum zu filmen. Zeit für Schnitt gab es nicht mehr, das hatte ich mir für zuhause nach der Arbeit vorgenommen. Wir hatten zwei Runden Interview gefilmt, nochmal darüber gesprochen und dann kurzfristig noch eine Aufnahme gemacht, die ich als perfekt im Hinterkopf hatte. Das Video würde ich dann dem Team als Muster zeigen.
Um die Kolleginnen-Gruppe dauerhaft zu verbinden richtete ich nach Schulungsende noch eine Teams-Chatgruppe dafür ein.
Videoschnitt nach Feierabend
Dann Heimweg: Die Bahn stand genau in dem Moment noch offen, in dem ich auf dem Bahnsteig angekommen war. Nur, weil sie so komplett voll war, hatte ich noch die Chance, einzusteigen. Am Hauptbahnhof spülte es dann die meisten wieder aus der Bahn heraus und ich hatte keine fremden Rucksäcke mehr im Gesicht. Dann auch beim U-Bahn-Umstieg eine für mich geöffnet bereitstehende Bahn. Es lief mal wieder wie am Schnürchen.
Zuhause zuerst einfaches Abendessen: Käsebrot und Gurkenscheiben.
Auf LinkedIn wurde mein letzter Zitat-Beitrag sehr gut kommentiert. Bei #28TageContent habe ich ein kleines Format erfunden #ZitierDichSelbst in dessen Rahmen ich jetzt regelmäßig „Zitate“ von mir selbst poste. Die Reaktionen darauf sind wirklich anders – mehr Beifall- und Unterstützungs-Emojis und auch diversere Antworten in den Kommentaren. Hier also eine Antwort und eine Anschlussfrage stellen, mal sehen, wie es läuft.
Danach machte ich mich wieder an den Schnitt des Videos – nur um merken, dass beim perfekten Tape kein Ton aufgenommen wurde. Auf der positiven Seite: Keinerlei Decision-Fatigue, ich musste mit dem arbeiten, was da war und es ist hübsch geworden. Dauerte dann auch eine Stunde. Also für ein knapp einminütiges Video.
Jetzt ist der Tag weitgehend rum für mich. Telefonat mit K. gleich mache ich mich bettfertig. Aber vorher poste ich diesen Beitrag noch bei Frau Brüllen und schaue mir die anderen #wmdedgt an.

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