Neues Jahr, neue Liste. Am Anfang jedes Quartals schreibe ich eine To-Want-Liste. Darauf halte ich fest, was ich in den kommenden 12 Wochen wirklich, wirklich machen will. Was davon geklappt hat und was nicht, erkennst du dann an den grünen Häkchen.
Im letzten Jahr habe ich vier To-Want-Listen geschrieben und insgesamt 120 grüne Häkchen setzen können. Dabei habe ich gelernt, dass es viel ausmacht, die To-Wants so zu schreiben, dass sie sehr konkret sind und so klingen, als hätte ich sie längst erledigt. Auf dieser Liste wirst du keine lästigen To-Dos finden, sondern Ideen, wie ich meine kommenden 12 Wochen gestalten möchte. Mal mehr und mal weniger pragmatisch.
Unterteilt ist die Liste in Themen wie „Liebe teilen“, „Neues lernen“ oder „Smoother Arbeiten“. Diese Themen möchte ich dieses Jahr in einem bestimmten Rhythmus anpassen, nämlich nach den Jahreszeiten. Falls du dich schon gefragt hast, wieso die Liste „Winter“ heißt, ist das die Antwort: Januar und Februar sind die härtesten Wintermonate und der März ist wirklich erst der zarte Anfang des Frühjahrs.
Im Winter geht es darum Kräfte zu sammeln und Ideen kommen zu lassen – die Liste ist absichtlich kürzer, als sonst.
Klarheit und Ordnung
- Ich miste 30 Tage lang jeden Tag fünf Sachen aus mit einer Decluttering-Challenge ✅. Neu dabei: Ich probiere aus, ob Body Doubling etwas für mich ist.
Zwischenstand: Ich bin seit 25 Tagen dabei und es funktioniert hervorragend. Die Einheiten können wirklich in jeden Tagesablauf integriert werden und sind easy peasy erledigt. Obwohl es dermaßen einfach ist („es ist beinahe ZU einfach“), ist der Effekt sehr sichtbar. Das Programm ist in Haushaltbereiche unterteilt und die, die ich nicht besitze (Auto, Garage), habe ich schnell durch Bereiche ersetzt, an die ich ohne Zeitbegrenzung lieber nicht drangegangen wäre — looking at you, Kiste mit Anleitungen, kleinen Ersatzteilen und Garantiescheinen. Wegen Body Doubling: Da die Videos aufgezeichnet sind, ist es gar kein Body Doubling, das müsste live passieren. Allerdings weiß ich schon, dass mir das hilft, denn die Blognacht entspricht diesem Prinzip. - Ich abonniere neue interessante Newsletter ✅(Newsletter von Jana Mänz wegen Wabi Sabi und das Stichwort „Barcamp“ als Google Alert) und bestelle die Benachrichtigungen ab (oh Mann, bekomme ich viel Zeugs – bestimmt schon 15 Sachen abbestellt)✅, die ich gar nicht mehr lese.
- Ich bestelle mir ein taz-Wochenabo zur Probe mit einer Printausgabe und Online-Zugriff ✅. Liebe die Slogans „Wissen disst Macht“ und „taz the Rich“ schon sehr.
- Ich züchte mir den perfekten YouTube-Algorithmus zum Thema Butoh.
Liebe teilen
- Ich gebe eine Party.
Ideen entwickeln und wachsen lassen
- Ich schaue mir die Buchclub-Angebote der Stadtbücherei an und besuche eines der Treffen zur Probe. Leider sind die meisten Lesetreffs zu ungünstigen Terminen. Doch das Haus am Dom hat einen feministischen Buchclub, überschneidet sich leider mit der Blognacht. Aber das Buch hab ich bestellt.
- Ich gehe wieder zum Innovation Culture Camp,
dieses Mal zusammen mit Work-Bestie … auch alleine das wird das gut ✅. - Ich nehme an 28 Tage Content teil ✅, Schwerpunkt ist dieses Mal das Thema Storytelling. Heute (Tag 7) habe ich schon sechs Beiträge veröffentlicht.
- Ich richte DSGVO-konforme Push-Benachrichtungen für das Blog ein und lasse mir dabei von der Community helfen.
- Ich bringe mein Blog ins Fediverse.
Kräfte sammeln
- Ich tanze alle zwei Wochen Butoh.
- Ich absolviere einen Kraulschwimmkurs und nehme mir bewusst die Zeit dafür. Das ganze restliche Leben plane ich entspannt drumherum.
- Ich versorge mich jede Woche mit zwei Bewegungseinheiten – entweder Joggen im Park oder ein Kurs in der TGBornheim oder Online-Yoga. Das mache ich immer an den Homeoffice-Tagen. Im Januar habe ich es nur mich ach und krach geschafft: einmal Joggen, einmal Fitti (nur die einfachen Sachen), Online-Yoga und bisschen früher aus der Bahn aussteigen und ein Stück laufen ✅.
- Ich plane die Vorsorgetermine für dieses Jahr und zwar möglichst so, dass ich alles im ersten Halbjahr vor den Sommerferien erledigt haben werde ✅.
Wissen teilen
- Ich leiste einen Beitrag zum ANiD-Roundtable zum Thema „Firmen Wiki“ ✅ (bin im Team für den Roundtable „Wissensmanagement“, der findet aber erst im Mai statt).
- Ich veröffentliche wieder einen Bericht zum Barcamp und mache dafür viele schöne Fotos ✅ (Fotos sind da, aber die Texte zu den Sessions noch nicht).
- Ich führe ein ✅ oder zwei Beyond-Coffee-Interviews, Veröffentlichung muss aber nicht superschnell sein.
Smoothes Arbeiten
- Ich lasse mich für 10 Jahre Mitarbeit feiern ✅.

- An den Homeoffice-Tagen achte ich darauf, meine Zeiten nicht mehr auszudehnen. Ich starte pünktlich (nicht früher) und mache auch pünktlich Schluss (damit ich in zum Sport gehen kann).
- Ich plane meine Weiterentwicklung – mittelfristig: Referentin Kommunikation – und suche mir dafür passende Kurse aus ✅
- Ich schaue weitere Aufzeichnungen der Assistant’s World an mit dem Fokus auf KI-Nutzung in der Assistenz.
- Ich veröffentliche jeden Monat ein #ReflectAndLearn bei LinkedIn: Januar ✅, Februar, März.
Woran du siehst, wie’s läuft? Mache ich dieses Jahr auch anders, viel einfacher. Alles, was ich umgesetzt habe, bekommt einen grünen Haken:
✅ Geschafft!
Was bisher geschah, kannst du auf der Now-Seite nachlesen.
Wenn du schonmal da bist, kannst du gerne auch kommentieren, wenn wir das gleiche Ziel haben oder wenn du dir selbst hier ein neues Ziel abgeschaut hast. Ich find’s schön, wenn die Liste andere inspiriert und ich weiß, dass mir jemand bei meinen Zielen über die Schulter schaut liest.

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