Beim Innovationculture Camp konnte man im Vorfeld online Sessions einreichen und auch schauen, was die anderen so vorschlagen. Bevor es losgeht, stellen alle ihre Themenvorschläge im Plenum vor – also ein Pitch vor allen 200 Teilnehmenden.
Im Zentrum der Location war ein einfaches Amphitheater aufgebaut: Große Stufen aus unbehandeltem Holz mit grünen Sitzkissen. Da konnten sicher 100 Personen mit Blick auf die Bühne sitzen und warteten auf die Begrüßung und Sessionplanung.
Um 9:30 Uhr eröffnete Tom, der Organisator des Barcamps, das Event. Er stellte das Orgateam vor, bedankte sich bei den Sponsoren und erklärte alles Wissenswerte zum Ablauf und zur Organisation. Es folgte eine interaktive Begrüßungsrunde, bei der ich mit vier Frankfurterinnen die Gemeinsamkeit „eine Weile im Ausland gelebt“ fand.
Danach ging es an die Planung des Sessionboards. Jede der eingereichten Sessions wird vor der ganzen Gruppe vorgestellt, die Teilnehmenden signalisieren per Handzeichen ihr Interesse und das wird bei der Vergabe der Räume berücksichtigt. Bei 50 Sessions dauert das richtig lang.

Sessionplanung in der Praxis
Tom kümmerte sich um die Moderation der Pitches und sorgte dafür, dass alle gut sichtbar auf der Bühne standen, ins Mikro sprachen und es zügig weiterging. Währenddessen wurden von einigen Helfern mit einer Barcamp-App die Themen der Pitches notiert zusammen mit der Zahl der Interessent*innen und so das Programm mit Zeiten und Räumen erstellt.
Ich hatte – wie du weißt – eine der 50 Sessions eingereicht und durfte diese nun in kürzester Zeit vor der gesamten Gruppe (es waren wohl 200 Leute angemeldet) pitchen. Mein Thema „Büroarbeit neu denken – Ist das noch Officetätigkeit oder kann das weg?“.
So läuft das mit den Pitches
Natürlich war ich vorbereitet, aber Theorie und Praxis gehen nunmal auseinander, denn das Adrenalin kickt rein. Ich stellte mich kurz vor und mein Thema, etwas verkürzt: Eine Weglass-Liste für Büroarbeit.
Dass ich eine Session anbiete, weil ich gelesen habe, dass Neulinge immer eine Session anbieten, wurde sehr positiv bestärkt. Dass ich eventuell Hilfe brauche, habe ich auch gesagt – das war schlau. Es gingen einige Hände für mein Thema hoch und mein Thema wurde für 12 Uhr auf den Sessionplan gesetzt.
Es kann auch ganz anders laufen. Einer der Teilnehmer hatte ein Thema selbstbewusst und gut verständlich vorgestellt. Es ging keine Hand hoch. Also null. Das muss man erstmal aushalten. Er hat aber das einzig Richtige getan: Er nahm es sportlich. Sagte nochmal seinen Namen und sein Thema und machte das Angebot: Wer etwas dazu beitragen kann, darf mich in der Pause ansprechen, ich möchte mich dazu austauschen. So stark!
Hier geht es zu meiner Zusammenfassung der Session „Demokratie schützen“.
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