Was ich im August gelernt habe

Ein fröhliches Sammelsurium von Topfpflanzen in verschiedenen alten Übertöpfen.

Der August war lehrreich und voller Wortspiele. Die Themen waren Urlaub, Unkraut und Untenrum. Generell ging es um Wohlbefinden: Es wurde gekocht, getanzt, gelesen und – jaha – jeden Tag etwas gelernt.

  1. Niederländische Hagelslag Met Zaannse Huisjes sind auf Deutsch wohl einfach „Häusel-Streusel“.
  2. Im Rijksmuseum habe ich gelernt, wie geschmeidig, breit und rund ein Tigerrücken ist.
  3. Sechs Tage Amsterdam sind mir zu wenig.
Die berühmte Amsterdamer Häuserzeile vom Wasser aus fotografiert.
  1. In der Frankfurter Zentralbibliothek ist das Buch „Einfach Texten“ von Anke Ernst verfügbar – im Moment habe ich ihren Newsletter in der Sommer-Edition mit Gastautorinnen abonniert.
  2. Hafermilch-Cappuccino bei IKEA ist super.
  3. Wo man gute Merguez für den Minigrill bekommt.
  4. Dass der Pollenstaub von Brenesseln im richtigen Licht im Wald aussieht, wie kleine Rauchkringel.
  5. Viele Tipps für die Über-Mich-Seite, die endlich aktualisiert und auffindbar gemacht werden will.
  6. Wie sehr ich Urlaub gebraucht habe.
  7. Die Abwägung zwischen „allen über diese schöne Gegend erzählen“ und „strenge Geheimhaltung des Ferienortes, weil Touristen nerven“ fällt eindeutig aus, wenn die Lieblingswanderroute auf einmal als Strecke für ein Gravelbike-Rennen gewählt wurde.
Ausblick über die Vogesen von einem Felsen aus, der nicht befestigt ist.
  1. Was es doch ausmacht, wenn im Bad keine Kabel mehr aus der Wand kommen und stattdessen ein großer Spiegel mit dimmbaren Leuchten montiert wird.
  2. Wie viel Spaß mir der Newsletter (im Job, hier gibt es keinen – mach dir doch ein RSS-Feed) immer wieder macht.
  3. Wie stark unsere Wahrnehmung anderer Personen durch unsere eigenen Themen, Probleme, Erziehung und Erlebnisse bestimmt wird. Für mich ist das natürlich eine Black Box – fühlt sich alles rational an, was ich denke – aber bei meinen Mitmenschen ist es manchmal erschreckend klar ersichtlich … also wird es bei mir auch nicht anders sein.
  4. Immer wieder gut zu hören: Wer nichts tut, macht auch keine Fehler. Meine Güte, habe ich schon viel getan.
  5. Heute ist Tag des Fehlers, passt ja prima zu gestern.
  6. Wann und wo ich auf den nächsten Flohmarkt gehen kann.
  7. Woher meine Vorstellung von Ordnung kommt: Die schlicht und pragmatisch eingerichtete elterliche Gartenhütte. Außerdem: Blauer Klee nervt tierisch.
  8. Vom Unkrautjäten gibt’s fiesen Muskelkater.
  9. Nicht die Inhalte aufzunehmen, sondern die Stimmung im Meeting zu spüren und zu verarbeiten ist für mich der anstrengende Part.
  10. Viel über die Fischzubereitung, garniert mit noch mehr Kalauern. Fisch im Ofen: Sieben Minuten bei 80 Grad garen. Fischtartar: Öl vor dem Zitronensaft dazugeben, dann flockt dass Eiweiß nicht aus. Fischkonfit (bester Flex!): Fisch so lange in Olivenöl erwärmen, bis 48 Grad erreicht sind.
  11. In Drogerien sind „Verhütung“ und „Füße“ immer Nachbarn = „Untenrum“.
  12. Die drei Säulen des Job-Crafting: Aufgaben, Beziehungen und Haltung.
  13. Durch den Einzigware-Shop bummeln ist bestes Entspannungsprogramm.
Eine Schublade voller Silberbesteckt - bunt zusammengewürfelt. Darüber ein kleines Ölgemälde, auf dem mit Kreidefarbe steht "Besteckt je 1-4 Euro".
  1. Wie viel Zeug seit dem Umzug ungenutzt im Keller lagert.
  2. Beim Tanzen gelernt: Dass Wachstum immer das Loslassen von etwas Altem bedeutet und es dabei immer einen Moment der Angst und Verletzlichkeit gibt.
  3. Dass Tombola „raffle draw“ auf Englisch heißt. Ich habe zuerst Lucky Draw verstanden und finde das noch viel passender.
  4. Dass ich den Begriff „technologische Revolution“ nie wieder ernst nehmen kann.
  5. „Hast als Kind nur Glas gegessen?“ bedeutet in Singapur das gleiche wie „War dein Vater Glaser?“ in Deutschland.
  6. Was früher betreutes Googlen war, ist heute betreutes Copilot-„Prompten“.

Nicht nur ich lerne jeden Tag. Wer macht noch mit? IlkaInesFranTinaNicole und auch Miriam.


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