Der August war lehrreich und voller Wortspiele. Die Themen waren Urlaub, Unkraut und Untenrum. Generell ging es um Wohlbefinden: Es wurde gekocht, getanzt, gelesen und – jaha – jeden Tag etwas gelernt.
- Niederländische Hagelslag Met Zaannse Huisjes sind auf Deutsch wohl einfach „Häusel-Streusel“.
- Im Rijksmuseum habe ich gelernt, wie geschmeidig, breit und rund ein Tigerrücken ist.
- Sechs Tage Amsterdam sind mir zu wenig.

- In der Frankfurter Zentralbibliothek ist das Buch „Einfach Texten“ von Anke Ernst verfügbar – im Moment habe ich ihren Newsletter in der Sommer-Edition mit Gastautorinnen abonniert.
- Hafermilch-Cappuccino bei IKEA ist super.
- Wo man gute Merguez für den Minigrill bekommt.
- Dass der Pollenstaub von Brenesseln im richtigen Licht im Wald aussieht, wie kleine Rauchkringel.
- Viele Tipps für die Über-Mich-Seite, die endlich aktualisiert und auffindbar gemacht werden will.
- Wie sehr ich Urlaub gebraucht habe.
- Die Abwägung zwischen „allen über diese schöne Gegend erzählen“ und „strenge Geheimhaltung des Ferienortes, weil Touristen nerven“ fällt eindeutig aus, wenn die Lieblingswanderroute auf einmal als Strecke für ein Gravelbike-Rennen gewählt wurde.

- Was es doch ausmacht, wenn im Bad keine Kabel mehr aus der Wand kommen und stattdessen ein großer Spiegel mit dimmbaren Leuchten montiert wird.
- Wie viel Spaß mir der Newsletter (im Job, hier gibt es keinen – mach dir doch ein RSS-Feed) immer wieder macht.
- Wie stark unsere Wahrnehmung anderer Personen durch unsere eigenen Themen, Probleme, Erziehung und Erlebnisse bestimmt wird. Für mich ist das natürlich eine Black Box – fühlt sich alles rational an, was ich denke – aber bei meinen Mitmenschen ist es manchmal erschreckend klar ersichtlich … also wird es bei mir auch nicht anders sein.
- Immer wieder gut zu hören: Wer nichts tut, macht auch keine Fehler. Meine Güte, habe ich schon viel getan.
- Heute ist Tag des Fehlers, passt ja prima zu gestern.
- Wann und wo ich auf den nächsten Flohmarkt gehen kann.
- Woher meine Vorstellung von Ordnung kommt: Die schlicht und pragmatisch eingerichtete elterliche Gartenhütte. Außerdem: Blauer Klee nervt tierisch.
- Vom Unkrautjäten gibt’s fiesen Muskelkater.
- Nicht die Inhalte aufzunehmen, sondern die Stimmung im Meeting zu spüren und zu verarbeiten ist für mich der anstrengende Part.
- Viel über die Fischzubereitung, garniert mit noch mehr Kalauern. Fisch im Ofen: Sieben Minuten bei 80 Grad garen. Fischtartar: Öl vor dem Zitronensaft dazugeben, dann flockt dass Eiweiß nicht aus. Fischkonfit (bester Flex!): Fisch so lange in Olivenöl erwärmen, bis 48 Grad erreicht sind.
- In Drogerien sind „Verhütung“ und „Füße“ immer Nachbarn = „Untenrum“.
- Die drei Säulen des Job-Crafting: Aufgaben, Beziehungen und Haltung.
- Durch den Einzigware-Shop bummeln ist bestes Entspannungsprogramm.

- Wie viel Zeug seit dem Umzug ungenutzt im Keller lagert.
- Beim Tanzen gelernt: Dass Wachstum immer das Loslassen von etwas Altem bedeutet und es dabei immer einen Moment der Angst und Verletzlichkeit gibt.
- Dass Tombola „raffle draw“ auf Englisch heißt. Ich habe zuerst Lucky Draw verstanden und finde das noch viel passender.
- Dass ich den Begriff „technologische Revolution“ nie wieder ernst nehmen kann.
- „Hast als Kind nur Glas gegessen?“ bedeutet in Singapur das gleiche wie „War dein Vater Glaser?“ in Deutschland.
- Was früher betreutes Googlen war, ist heute betreutes Copilot-„Prompten“.
Nicht nur ich lerne jeden Tag. Wer macht noch mit? Ilka, Ines, Fran, Tina, Nicole und auch Miriam.
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