Ich habe die Session #15 beim Innovationculture Camp gehalten. Ich hatte schon beim Pitch um Hilfestellung gebeten und sie auch bekommen. Folgendes hat die Gruppe auf die Beine gestellt.
Meiner Session wurde der kleine Raum „Kochbrunnen“ zugewiesen und meine Aufregung war groß und ich war danach ziemlich reizüberflutet. Einer der Teilnehmenden gab beim Ein-Wort-Checkout das Stichwort „Feuerwerk“ rein, ja ich hab enorm viel Energie reingegeben.
Wenn das Thema „Weglassen“ lautet, wäre es das falsche Signal, zu doll vorbereitet in die Session zu gehen. So hatte ich nur die ungefähre Idee, gemeinsam mit allen eine „Weglass-Liste“ zu erstellen. Insbesondere im Hinblick auf zukünftige Veränderungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Hier die unstrukturierte Weglass-Liste
- Angst vor KI weglassen
- Zu hohe Ansprüche / Erwartungen an KI weglassen
- Arbeiten am Limit weglassen
- Alle Dinge, die mich ankotzen, weglassen
- Team-Mails nach Absprache weglassen
- Prozess-Trampelpfade im Kopf weglassen
- Push-Berichte, die nicht gelesen werden, weglassen

Es wurde auch über Mechanismen gesprochen, die dazu führen, dass die Zeit immer wieder mit neuen Aufgaben ausgefüllt wird oder alte Aufgaben aufrechterhalten werden.
- Tendenz zu immer mehr Arbeitsverdichtung
- Angst vor Identitätsverlust, da Aufgaben Identifikaton schaffen
- Mit der Entlastung auf der einen Seite steigen auf der anderen Seite die Anforderungen („Waschmaschineneffekt“)
Und dann gab es eine weitere Liste mit den Dingen, für die es neuen Freiraum bräuchte.
- Lernen, mit KI umzugehen
- Fit for Technology werden (braucht Freiraum vor der KI-Einführung)
- Eine Arbeitsidentität für sich entwickeln
- Gamification des Lernens (fünf Minuten täglich reichen)
- Produktive Prokrastination

Es waren ungefähr 12 Leute im Raum und es gab Perspektiven von Angestellen, Selbständigen, Führungskräften, Assistenzen, HR, Theater, Behörde und IT. Ich war gar nicht so alleine mit meiner Session: Marianne hat sich als Flipchart-Hilfe und Jannik als Timekeeper angeboten, so waren wir pünktlich fertig und hatten alles festgehalten. Die Gruppe ließ sich sogar zu einem Ein-Wort-Checkout überreden – ich fand, es hat Spaß gemacht!
Nach der Session war ich ganz schön aufgekratzt und habe mich nach dem Lunch auf dem Balkon etwas abgekühlt. Es gab netten Smalltalk mit lauter interessanten Leuten. Mein Pitch war dafür ein guter Aufhänger. Daraus ist sogar die Idee entstanden, dass ich bei einem Podcast sprechen werde.
Wenn du wissen willst, wie es ist, zwischen den Sessions zu wechseln, lies im nächsten Beitrag weiter.
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