Was ich durch WOL über’s Netzwerken gelernt habe

Eine blau lasierte Tasse mit Kaffee steht auf einer blauen Bistrotischplatte

Wie man zielgerichtet Networking betreibt, habe ich durch Working out Loud (WOL) besser verstanden. Am Anfang steht ein Ziel, das du mit der Hilfe von anderen erreichen willst. Aber wie geht es danach weiter? Ich fasse meine Networking-Erfahrung hier zusammen.

Ich habe mir Anfang 2025 das Ziel gesetzt, mehr über das Veranstaltungsformat „Barcamp“ zu erfahren: Klingt doch ziemlich cool, so eine Un-Konferenz. Kann ich da mitmachen?

Ein LinkedIn-Post mit der Bitte um Tipps dazu war schnell geschrieben. Und die Tipps kamen zahlreich, unter anderem ein Hinweis auf das Innovationculture Camp in Wiesbaden. Außerdem die Info, dass wer neu beim Barcamp ist, auch eine Session anbieten sollte.

Also habe ich kurz nach meinem Entschluss, mehr über Barcamps zu lernen, in Wiesbaden auf einer Bühne vor 200 Leuten meine Session zum Thema „Ist das noch Officetätigkeit oder kann das weg?“ gepitcht.

So habe ich Sabine Erdmann kennengelernt, die mich in ihren „Zeit für Wesentliches“-Podcast eingeladen hat. Und für welches Thema hat sie mich vorgesehen? Networking und Working out Loud.

Vorgestellt wurde ich als Teamassistentin, Bloggerin und Netzwerkerin. Hmmm, Netzwerkerin. So habe ich mich selbst bisher gar nicht gesehen. Doch bei der Vorbereitung für die Aufnahme habe ich gemerkt, dass da was dran ist. Ohne meine Bereitschaft zum Networking, wäre nichts davon passiert: Kein Barcamp, keine Sabine, kein Podcast-Auftritt.

Gezielt Netzwerken – aber mit wem?

Bei WOL setzt man sich ein Ziel und schreibt dann eine Liste mit Kontakten, die dabei helfen könnten, dieses Ziel zu erreichen. Einfach so – BÄM – 20 Personen, die passen. Und wenn ich keine 20 Leute kenne, die etwas mit dem Thema zu tun haben? Dann schreibe ich statt eines Namens die Funktion auf, die eine passende Person haben sollte und kann dann in die Recherche gehen. 

Wie komme ich in Kontakt?

Schon vor einem Treffen kann ich jemandem meine Aufmerksamkeit schenken. Einfach Interesse zeigen, indem ich Online-Beiträge like oder mich bei LinkedIn vernetze. Ich kann auch die Webseite besuchen oder den Newsletter abonnieren. Es kann gut sein, dass mein Wunschkontakt so schon mal meinen Namen gesehen hat. Ich bin also durch mein Follow ein bisschen sichtbar geworden. 

Wie gelingt ein Gesprächseinstieg?

Leute posten nicht umsonst, wenn sie etwas veröffentlicht haben, in welchem Podcast sie zu hören sind oder wo man sie demnächst treffen kann. Das sind kleine Gesprächsangebote, die du dir merken kannst. 

Wenn ich sage, dass mir die Podcastfolge gut gefallen hat oder dass ich deine Beiträge gerne lese, ist das ein sehr schöner Gesprächseinstieg. Im weiteren Gespräch kann ich dann eine Frage stellen oder einen Fakt über mich teilen. In einer unübersichtlichen Netzwerk-Situation reicht das schon aus, Verbindung aufzubauen braucht Zeit.

Leider wird gerade Frauen vermittelt, dass sie nicht laut oder auffällig sein sollen. Dass es sich für Frauen irgendwie nicht gehört, etwas zu wollen, ein Ziel direkt anzusteuern oder den ersten Schritt zu machen. Warum eigentlich nicht?

Was soll schon passieren?

… und selbst wenn das Gespräch mit dem Kontakt nicht so perfekt läuft, wie erhofft, war es doch eine gute Übung und du bist einen Schritt weiter. Du hast ein Ziel mit anderen geteilt, allein dadurch schärfst du deine Wahrnehmung für mögliche Verbindungen.

Nach einer Weile kommen die Menschen auch auf dich zu, mit einem Kompliment, einer Idee und dem Wunsch nach Austausch.


Ich freue mich, wenn du deine Ziele und Netzwerk-Erlebnisse hier in den Kommentaren teilst. Wenn du in Spendierlaune bist, kannst du mir hier einen virtuellen Kaffee ausgeben: buymeacoffee.com/meetingkekseneindanke.

Und lies doch weiter in meinem Artikel über WOL oder meinen Rant über die Überhöhung von Präsenzveranstaltungen, um Verbindungen aufzubauen.


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