Samstagmorgen in Wiesbaden: Wer macht sich da wohl auf den Weg vom Bahnhof zum Louisencenter? Genau, die Teilnehmer*innen des Innovationculutre Camp 2025.
Schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Louisencenter konnte ich andere Barcamp-Teilnehmer ausmachen. Ich war ansonsten ziemlich alleine auf meinem Weg vom Bahnhof, aber drei Leute wollten offensichtlich in die gleiche Richtung. Einer etwas hinter mir, zwei ein paar Schritte weiter vorn. Alles Männer, alle mit teuren Sportschuhen und Motto-T-Shirts, alle ungefähr so alt wie ich.
An der nächsten Ampel waren alle in Hörweite und ich hab sie angequatscht. Es stimmte, sie alle wollten zum Innovationculture Camp. Niemand kannte die Location und auch die Handy-Navigation war keine große Hilfe. Das Barcamp war nicht ausgeschildert.
Kleiner Rant zwischendurch
In meinem ursprünglichen Text stand „Zu viert erreichten wir nach kurzer Orientierungsphase die Location. “ Jetzt muss ich doch mal erzählen, wie das wirklich für mich war. Denn da war was:
Typen, die keine Ahnung haben, gehen erstmal davon aus, dass sie trotzdem besser Bescheid wissen, als ich. Warum? Weil ich wohl eine kleine blonde Frau bin.

Niemand von uns kannte die Location (oder das Video, wie man hinkommt). Wir standen also zu viert vor dem Plan des Einkaufszentrums. Es war einer dieser Pläne, auf der die aktuelle Etage groß und die anderen Etagen eine Nummer kleiner drauf sind. Auf diesem Plan waren die Büros von AOE (dort fand das Barcamp statt) verzeichnet. Auf Etage vier.
Für mich klar: Wir müssen zum Aufzug. Aber einer meiner neugewonnenen Begleiter war der Meinung, dass es doch auf dieser Etage (in Wirklichkeit Etage 2) sein muss. Ich hab ihm gesagt, dass der Plan etwas anderes sagt, aber er hatte kein Vertrauen und die Gruppe hielt sich sehr bedeckt. Erst als ein anderer Mann meinen Punkt bestätigte, ging es weiter.
Gleiches Spiel dann bei den Aufzügen. Wir haben rumgewitzelt und die Sache überspielt, damit die Stimmung gut blieb. Aber sowas nervt schon hart und meine Toleranz dafür ist inzwischen sehr niedrig.
Endlich angekommen
Wir kamen tatsächlich von der falschen Seite her, daher war auch nix ausgeschildert. Der Check-In war auch am anderen Ende der Büroetage, wir gingen also einmal ganz gegen die vorgesehenen Wege zum Check in.
Das Innovationculture Camp fand in den sehr flexibel und fröhlich eingerichteten Büroräumen von AOE statt: Eine Mischung aus offenen Arbeitsflächen und abgetrennten Meetingräumen. In der Mitte ein großes Amphietheater. Auf dessen Rückseite ein Lounge-Bereich und die große Küche mit Balkon.
Meine Wegbekanntschaften wurden mit großem Hallo begrüßt, sie sind alte Barcamp-Hasen und wurden von allen Seiten in Empfang genommen. Ich hing jetzt nicht so sehr an dieser Gruppe und zog wieder alleine weiter.
Insgesamt waren alle hier super nett. Beim Check-In bekam ich ein Festivalbändchen und einen schicken Jutebeutel. Das Orgateam freute sich über den Trubel auf der Fläche. Nach dem Check-In ging ich alleine auf Erkundungstour. Irgendwo Kaffee in Sicht? … und dann lief mir Marianne, die Freundin einer Freundin, über den Weg und sie kam später sogar zu meiner Session.
Kurz zum Catering
Ja, es gab Kaffee, belegte Brötchen, Croissants und Schokoteilchen. Es gab zum Kaffee jede Menge Hafermilch und beim Catering alles querbeet: Laugengebäck für die vegane Fraktion neben Käse- und Salamibrötchen.
Wir wurden im Vorfeld per Mail gebeten, eigene Wasserflaschen mitzubringen. Ich füllte meinen Thermobecher mit Kaffee auf, schnappte mir ein Schokobrötchen und schaute mich in Ruhe um.
Das Mittagessen war vegetarisch: Viel Gemüseauflauf und Nudeln. Geschirrmäßig war alles recht chaotisch, weil es keine klar gekennzeichnete Geschirrabgabe gab.
Es waren immer Snacks parat und genügend Platz für gute Pausengespräche. Zum Mittagessen gab es eine Pause im Sessionplan, Frühstück und Kaffeepause mussten wir uns parallel zu den Sessions organisieren. Alles sehr locker und auch lecker.
Wie es dann beim Session-Pitch weiterging, liest du hier.
Und hier geht es zur Übersichtsseite zum Innovationculture Camp 2025.
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