Ich schreibe (annähernd) täglich auf, was ich gelernt habe. Im Februar habe ich geschrieben, gelesen und dann nochmal neu geschrieben. Außerdem ging es ums Älterwerden und um Insekten.
- Es gibt so viele Begriffe für das „verändernde Wiederholen“, weil wir das ständig machen, um uns zu verbessern und um etwas Neues auszuprobieren: Variation, Iteration, Adaption, Collage, Zitat, Serie, Coverversion, Spin-off, Mashup, Meme … Bei meiner Blogparade „Mach neu!“ geht es am Rande auch darum.
- Dass meine Frage an den Februar, die ich im Rahmen von 28 Tage Content formuliert habe, im Grunde genommen eine Aufforderung oder viel mehr ein dringlicher Wunsch ist. Ich finde, dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen, denn er ist nicht für mich.
- Auch wenn ich beim Barcamp am Samstag nicht so intensiv ins Gespräch gekommen bin, habe ich neue Kontakte gewonnen. Es muss nicht immer alles jetzt auf gleich passieren.
- Warum es fast nix bringt, das Wort „und“ abzukürzen: „u.“ ist nur ein Zeichen weniger. Was der Unterschied zwischen „und“ „&“ und „+“ ist und dass man im Fließtest einfach „und“ schreiben sollte. Alles von @frediesdas auf Instagram.
- Dass „Wäsche erledigen“ einerseits sehr komplex ist und andererseits nichts mit Moral zu tun hat. Aus dem TedTalk von KC Davis.
- Dass wir mehr Experimente machen sollten, zum Beispiel über die Sache mit den Ecken und Kanten.
- Mikrowellenpopcorn muss einen Moment stehen, bevor es knackig ist.
- Sich beim Step Aerobic nicht zu ernst nehmen, locker bleiben, auch wenn nur die Basis der Choreo klappt und nicht die ganzen Extra-Drehungen. Was ich zum Glück schon früher gelernt habe: Nicht in die letzte Reihe stellen – manchmal dreht die ganze Gruppe in die andere Richtung und dann bist du ganz vorn und verwirrst alle.
- Wenn man sich spontan impfen lassen möchte, sollte man dran denken, dass man den für morgen geplanten Sauna-Tag streichen muss.
- So ein Brief aus der Vergangenheit kommt dann doch überraschend (soll es ja auch sein). Sehr lieb, was mir mein Vergangenheits-Ich während WOL 2024 geschrieben hat:
„Deine Texte sind ansprechend, witzig und dein Stil hat sich weiter verbessert. Du hast eine kleine Community aufgebaut mit Leuten, die deine Texte lesen und Spaß daran haben. Du wirst deinen Schreibmuskel und Beziehungsmuskel verbessern und dich sicher und angekommen fühlen.“
Ich lag in einigen Punkten richtig.
Auch gelernt: Wellness-Tag geht nicht? Dann eben im Haus am Dom Portraits von Martin Leissl anschauen.

- In der Kerzenwerkstatt: Dass manche Kerzen dafür gemacht sind, mehrere Stunden zu brennen. Sie bilden keine Ränder, sondern brennen glatt runter, wenn sie keine Zugluft abbekommen (wenn sie ungleichmäßig abbrennt: vorsichtig drehen!). Für kurze Brennzeiten am besten Stabkerzen nehmen.
- auf Instagram: Was ein Style Sudoku ist. Noch so eine Sache, die ich ausprobieren will, wenn ich jemals Zeit dafür finde.
- Was ich immer wieder neu lernen muss: Nicht unterschätzen, was ich beizutragen habe – Zuhören, Perspektive und Begeisterung.
- Wer einen Kraulkurs abgeschlossen und jetzt Beckenrand-Dienst hat.
- Lesezeit = beste Zeit
- Dass ich wahrscheinlich die drei letzten Staffeln von Bettys Diagnose nachholen muss. Fünf Minuten nicht aufgepasst, schon gibt’s nen neuen heißen Arzt, die WG ist abgebrannt und wieder aufgebaut, eine Freundschaft wurde verraten und eine Schwangerschaft geheim gehalten.
- Noch ein bis zwei Jahre zur Gleitsichtbrille.
- Wenn ich mal groß bin, will ich Kaltmamsell werden.
- Jemanden auf Englisch durch ein rein deutsches CRM zu führen, dauert seine Zeit.
- Wieder mal die 50-Fakten-Übung: Jedes Jahr fließen neue Fakten aus meiner Feder. Ich möchte mal in den Botanischen Garten in Bochum gehen und die Route der Industriekultur entlang radeln.
- Es wird Zeit für mehr Ergonomie im Homeoffice.
- Wie viel Spaß es macht, sich selbst zu zitieren. Vielleicht wird das eine LinkedIn-Rubrik, jeden Montag ein „Damit darfst du mich zitieren“?
- Im Butoh mal wieder: wie es ist, seine abgefallenen Insekten-Körperteile einzusammeln, während man weiter welche verliert. Hinnehmen, dass hier ein Beinchen oder ein Flügel verlorengeht, oder eben der Kopf. Auflösung. Passiert.
- Dass manche Mails nur eilig sind, weil jemand EILT: vor die Betreffzeile gesetzt hat. Naja, wenn alles eilig ist, eilt gar nichts mehr.
- Von jemandem, der im rechten Spektrum beheimatet ist, zu hören, dass man in ihren Augen „versifft“ ist, ist ganz, ganz schrecklich. Besonders, wenn man sich länger kennt.
- Über den Zufalls—Lunch im Büro entstehen sehr nette Kontakte.
- Mut zur Lücke.
- Im Frankfurter Zoo leben Blattschneiderameisen, die man auch von außen durch ein Fenster bei der Arbeit beobachten kann.
Ich bin nicht die einzige, die eine Gelerntes-Liste führt: Die Idee kommt von Ines und ich habe durch Ilka, die das schon länger durchzieht, davon erfahren. Ilkas Februar liest sich übrigens wie ein Krimi! Inzwischen integriert auch Katja die Liste in ihre Monatsnotizen.
Bei mir hat die Liste diesen Twist, dass ich nicht bis Monatsende warte, um sie zu veröffentlichen. Warum auch warten?!

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